Wirtschaft

Streiks im Nahverkehr am Donnerstag in mindestens fünf Bundesländern

  • AFP - 16. März 2026, 11:39 Uhr
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Straßenbahnschienen in Frankfurt
Bild: AFP

Die Gewerkschaft Verdi ruft für Donnerstag in mehreren Bundesländern Beschäftigte in kommunalen Nahverkehrsunternehmen zum Streik auf. Betroffen sind Bayern, das Saarland, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Hamburg, wie die Gewerkschaft mitteilte.

Die Gewerkschaft Verdi ruft für Donnerstag in mehreren Bundesländern Beschäftigte in kommunalen Nahverkehrsunternehmen zum Streik auf. Betroffen sind Bayern, das Saarland, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Hamburg, wie die Gewerkschaft am Montag mitteilte. Dort werde "in den meisten kommunalen ÖPNV-Unternehmen der Verkehr vollständig zum Erliegen kommen". Für Bremen und Hessen stehen noch Entscheidungen über einen Arbeitskampf aus.

Für Hessen soll nach Verhandlungen noch am Montag entschieden werden, ob sich die Unternehmen dort an dem Streik beteiligen. In Bremen steht die Entscheidung laut Verdi am Mittwoch an. In der aktuellen Tarifrunde verhandelt die Gewerkschaft nach eigenen Angaben für knapp 100.000 Beschäftigte in 150 Unternehmen in allen Bundesländern.

Die Verhandlungen zielen vor allem auf verbesserte Arbeitsbedingungen ab, etwa Entlastungen bei der Wochenarbeitszeit und den Schichtdiensten, sowie höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird auch über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.

Es ist bereits das dritte Mal in der Tarifrunde, dass in mehreren Bundesländern gleichzeitig gestreikt wird. "Wir haben in den Ländern teils sehr unterschiedliche Verhandlungsstände", erklärte die Verdi-Vizevorsitzende Christine Behle. In einigen stünden die Verhandlungen im vierten Monat "leider immer noch am Anfang". In Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg hingegen wurden bereits Tarifergebnisse erzielt.

"Wir streiken nicht aus Prinzip", erklärte Behle weiter. "Wir rufen daher nur dort zu Streiks auf, wo es jetzt wirklich Druck braucht." In einigen Ländern gehe es am Verhandlungstisch gut voran.

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