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Spanien und Portugal wappnen sich für weitere Regenfälle durch neues Sturmtief "Marta"

  • AFP - 7. Februar 2026, 14:59 Uhr
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Überschwemmung in Las Pachecas in Südspanien
Bild: AFP

Nur wenige Tage nach schweren Überschwemmungen infolge des Sturmtiefs 'Leonardo' haben sich Spanien und Portugal auf weitere starke Regenfälle und Winde durch das neue Sturmtief 'Marta' vorbereitet.

Nur wenige Tage nach den schweren Überschwemmungen infolge des Sturmtiefs "Leonardo" haben sich die Behörden in Spanien und Portugal auf weitere starke Regenfälle und Winde durch das neue Sturmtief "Marta" vorbereitet. In großen Teilen der südspanischen Region Andalusien sowie im Nordwesten Spaniens wurde am Samstag die zweithöchste Warnstufe orange ausgerufen. Der spanische Wetterdienst Amet warnte vor heftigen Niederschlägen und starkem Wind. 

In den vergangenen Tagen hatte bereits das Tiefdruckgebiet "Leonardo" in Teilen der Iberischen Halbinsel für anhaltende schwere Regenfälle gesorgt. Es werde allerdings erwartet, dass die Niederschläge durch "Marta" weniger "außergewöhnlich" ausfallen würden als während "Leonardo", teilte der spanische Wetterdienst mit. Die Regenfälle hatten in den vergangenen Tagen in Spanien zu starken Überflutungen und Erdrutschen geführt. Zwei Menschen kamen ums Leben, mehr als 10.000 Menschen wurden evakuiert. 

Die Flüsse hätten angesichts der Wassermassen "ihre Kapazitätsgrenze erreicht", erklärte der Regionalpräsident von Andalusien, Juan Manuel Moreno, im Onlinedienst X. Viele Straßen blieben vorsichtshalber gesperrt, der Bahnverkehr wurde weitgehend eingestellt. Die Behörden forderten die Menschen auf, Reisen zu verschieben. 

Im Nachbarland Portugal warnte der Wetterdienst Ipma angesichts von "Marta" vor Wellen von bis zu 13 Metern Höhe und verhängte die Warnstufe orange für die gesamte Küste sowie für 18 Bezirke im Zentrum und Süden des Landes. 26.500 Rettungskräfte waren im Einsatz. 

Alle Flussgebiete stünden weiterhin unter "enormem Druck", insbesondere der Tejo in der Region der Hauptstadt Lissabon und der Sado weiter südlich, sagte ein Sprecher der Zivilschutzbehörde der Nachrichtenagentur AFP.

Zuvor hatte "Leonardo" drei portugiesische Gemeinden veranlasst, ihre Abstimmungen bei der für Sonntag angesetzten Präsidentschaftswahl um eine Woche zu verschieben. Ein Mensch kam durch die Auswirkungen des Sturmtiefs in Portugal ums Leben, 1100 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. 

Die Wettervorhersage sei "äußerst besorgniserregend", erklärte der Leiter der portugiesischen Zivilschutzbehörde, Mario Silvestre, laut der Nachrichtenagentur Lusa. Die Behörde fürchtete, dass "Marta" Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 110 Stundenkilometern mitbringen könnte.

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez warnte nach einem Flug über Südspanien vor "schwierigen Tagen" für die Region aufgrund der "sehr gefährlichen" Wettervorhersage. 

Der portugiesische Ministerpräsident Luis Montenegro erklärte seinerseits, dass bereits Schäden in Höhe von vier Milliarden Euro entstanden seien. 

Die Iberische Halbinsel hat besonders unter dem Klimawandel zu leiden: Seit Jahren stöhnen die Menschen dort unter extremen, immer längeren Hitzewellen, auch schon vor Beginn des Sommers. Im Herbst und Winter folgen dann immer häufiger Starkregen und Überschwemmungen.

Auch das weiter südlich gelegene Marokko wurde in den vergangenen Tagen von heftigen Stürmen getroffen. 150.000 Menschen im Norden des Landes mussten in Sicherheit gebracht werden.  

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