Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat den Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten noch weiter aufgeweicht. Eine Woche nach einer Entschärfung des Artenschutzgesetzes verkündete Washington am Freitag, dass zwei weitere Vorschriften gelockert werden sollen. Unter anderem sollten bei der Entscheidung über geschützten Lebensraum für bestimmte Arten künftig wirtschaftliche Fragen und Überlegungen der nationalen Sicherheit mehr Bedeutung bekommen.
Außerdem solle die Regel abgeschafft werden, dass die Bestimmungen des Artenschutzgesetzes automatisch für jegliche Arten gelten, die als "gefährdet" eingestuft sind, erklärte Innenminister Doug Burgum. Das Artenschutzgesetz sei viel zu lange "als Waffe eingesetzt worden, um fast jedes Projekt in Amerika zu blockieren - was die Kosten für Familien in die Höhe treibt, unsere Wettbewerbsfähigkeit schwächt und unsere nationale Sicherheit untergräbt", führte er zur Begründung für die weitere Aufweichung an.
Naturschutzverbände reagierten empört und erklärten, die nun verkündeten Änderungen würden sich für gefährdete Pflanzen und Tiere als katastrophal erweisen. "Dies ist schlicht eine Katastrophe für gefährdete Arten im ganzen Land", sagte Noah Greenwald vom Center for Biological Diversity der Nachrichtenagentur AFP. Die Entscheidung sei ein weiteres Beispiel dafür, wie die Trump-Regierung "vor der Industrie kuscht und den Schutz unserer Luft, unseres Wassers, unserer Tierwelt und unseres Klimas untergräbt".
Konkret geht es um den sogenannten Endangered Species Act (ESA) aus dem Jahr 1973, der den Schutz bedrohter und gefährdeter Arten regelt. Bereits vor einer Woche hatte die US-Regierung eine deutliche Aufweichung des Gesetzes beschlossen. Dabei ging es um eine neue juristische Definition des Begriffs der "Schädigung" von Tieren und Pflanzen und ihren Lebensräumen, wodurch die Schutzvorschriften weniger strikt wurden.Â
Naturschützer zogen gegen diese Entscheidung umgehend vor Gericht. Dessen ungeachtet beschloss die Regierung nun eine weitere Aufweichung des Artenschutzes.
Brennpunkte
Trump-Regierung weicht Artenschutzgesetz noch weiter auf
- AFP - 18. Juli 2026, 02:38 Uhr
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat den Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten noch weiter aufgeweicht. Eine Woche nach einer Entschärfung des Artenschutzgesetzes verkündete Washington, dass zwei weitere Vorschriften gelockert werden.
Weitere Meldungen
Der ranghöchste US-Senator der Demokraten im Streitkräfteausschuss hat die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump verurteilt, die Beteiligung der US-Armee an jährlichen
MehrWashington (dts Nachrichtenagentur) - US-Präsident Donald Trump hat dem eigentlich mit den USA verbündeten Oman mit einem Angriff gedroht. Man würde den Oman "in Grund und
MehrBei Heidenau in Sachsen ist am Montag eine Weltkriegsbombe entschärft worden. Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes entfernten und sprengten den Zünder der 250
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) ist am Montag mit einer Wirtschaftsdelegation nach Indonesien gereist. Ziel sei es, die
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage von Brauereien schlägt der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bunds, Holger Eichele,
MehrKöln (dts Nachrichtenagentur) - Deutsche Unternehmen haben ihre Investitionen in den USA drastisch reduziert. Im ersten Halbjahr 2026 flossen nur noch rund 4,3 Milliarden Euro in
Mehr














