Trotz Warnungen vor nicht detonierten Sprengsätzen haben sich am Samstag auf einem Militärgelände in Frankreich rund 20.000 Menschen zu einem illegalen Rave versammelt. Das Musik-Event in der Nähe der Stadt Bourges im Zentrum von Frankreich begann bereits am Freitag, für Samstag rechneten die Organisatoren mit bis zu 30.000 Teilnehmenden aus Frankreich und benachbarten Ländern.
"Trotz ihres illegalen Charakters" kümmerten sich die Behörden um die Sicherheit der Veranstaltung, erklärte die zuständige Präfektur. So sollten Störungen "insbesondere für die Anwohner" begrenzt werden. Rund 600 Polizisten und 45 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Seit Freitagnachmittag stellte die Polizei mehr als 30 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und mehr als 26 Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung fest, wie die Präfektur mitteilte. Vier Menschen wurden in Gewahrsam genommen.
Philippe Le Moing Surzur von der Regionalverwaltung sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Veranstaltungsort sei "wegen nicht explodierter Geschosse, die dort sein können, extrem gefährlich". Das Gelände werde seit 150 Jahren militärisch genutzt, deswegen bestehe die Gefahr "alter Artilleriegeschosse", führte Le Moing Surzur aus. Die Rave-Besucher sollten daher die nahegelegenen Wälder unbedingt meiden.
Die Teilnehmenden der Veranstaltung sehen darin auch eine Möglichkeit, ihren Unmut über strengere Regeln gegen illegale Techno-Veranstaltungen auszudrücken. Der Rave sei "eine starke Botschaft gegen Unterdrückung", sagte etwa eine 19-jährige Teilnehmerin.
Brennpunkte
Gefährliche Party: 20.000 Menschen bei illegalem Rave auf Militärgelände in Frankreich
- AFP - 2. Mai 2026, 14:28 Uhr
Trotz Warnungen vor nicht detonierten Sprengsätzen haben sich am Samstag auf einem Militärgelände in Frankreich rund 20.000 Menschen zu einem illegalen Rave versammelt. Die Organisatoren rechneten auch mit Teilnehmern aus benachbarten Ländern.
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