Politik

Bundesregierung: Weitere Gespräche zu Kampfjet-Projekt FCAS "in nächsten Tagen"

  • AFP - 20. April 2026, 13:22 Uhr
Bild vergrößern: Bundesregierung: Weitere Gespräche zu Kampfjet-Projekt FCAS in nächsten Tagen
Kampfjet-Modell des FCAS-Projekts
Bild: AFP

Die Bundesregierung hat für die nächsten Tage Gespräche mit Frankreich über das in Schwierigkeiten steckende gemeinsame Kampfjetprojekt FCAS angekündigt. Presseberichte, wonach das Vorhaben vor dem Aus steht, wollte ein Regierungssprecher nicht kommentieren.

Die Bundesregierung hat weitere Gespräche mit Frankreich über das in Schwierigkeiten steckende gemeinsame Kampfjet-Projekt FCAS angekündigt. Eine Mitte März eingeleitete Vermittlung zwischen den Industriepartnern auf beiden Seiten sei "fortgeschritten", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer am Montag in Berlin. Deutschland und Frankreich würden "in den nächsten Tagen" über das weitere Vorgehen beraten. Presseberichte, wonach das Vorhaben vor dem Aus steht, wollte Meyer nicht kommentieren.

Das "Handelsblatt" hatte am Wochenende berichtet, die von den Regierungen in Berlin und Paris eingesetzten Mediatoren hätten bei einem "letzten Vermittlungsversuch" keine Einigung erzielt. Aus Regierungskreisen in Berlin hatte es darauf geheißen, die von den Regierungen eingesetzten Mediatoren zur Vermittlung zwischen den Industriepartnern hätten ihre Berichte vorlegt. In den nächsten Tagen werde die Bundesregierung mit Frankreich darüber beraten.

Das Vorhaben sei "von hoher strategischer Bedeutung", sagte Meyer am Montag. Die Bundesregierung werde deshalb "intensiv und vertrauensvoll mit unseren französischen Partnern darüber sprechen".

Zu dem gemeinsamen Luftkampfsystem FCAS sollten bisherigen Planungen zufolge neben einem gemeinsamen Kampfjet auch Drohnen und neue Kommunikationssysteme gehören. Es sollte ab den 2040er Jahren einsatzfähig sein. Ein Führungsstreit zwischen den beteiligten Konzernen Dassault und Airbus verzögert das Projekt seit Monaten.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte das 100-Milliarden-Euro-Projekt, an dem auch Spanien beteiligt ist, im Februar erstmals offen in Frage gestellt. Dabei verwies er auf die unterschiedlichen Anforderungen an einen Kampfjet der neuen Generation. Zuletzt mehrten sich in Deutschland und Frankreich die Stimmen, die die Entwicklung zweier verschiedener Kampfjets fordern und die Zusammenarbeit auf Drohnen und weitere Komponenten beschränken wollen. 

Weitere Meldungen

Nach befremdlicher Rede: AfD NRW schließt umstrittenes Mitglied Eichwald aus

Das umstrittene AfD-Mitglied Alexander Eichwald ist aus seiner Partei ausgeschlossen worden. Wie die Pressestelle der Alternative für Deutschland in Nordrhein-Westfalen am Abend

Mehr
Gedenken am 40. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl

In der Ukraine wird am Sonntag der Atomkatastrophe von Tschernobyl vor 40 Jahren gedacht. Der Super-GAU am 26. April 1986 war die schlimmste zivile Nuklearkatastrophe der

Mehr
Warken: Je nach Einsparungen bei Gesundheitsreform niedrigere Zusatzbeiträge möglich

Bei ausreichenden Einsparungen im Zuge der geplanten Gesundheitsreform können gesetzlich Versicherte laut Bundesgesundheitsministerin Nina Warken auf sinkende Zusatzbeiträge

Mehr

Top Meldungen

Bahn-Chefin garantiert stabile Ticketpreise für zwölf Monate

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Angesichts steigender Energie- und Kraftstoffpreise will die Deutsche Bahn ein Zeichen für Preiskonstanz setzen. Konzernchefin Evelyn Palla

Mehr
Gesundheitsministerin stellt Zahl der Krankenkassen infrage

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) stößt im Zuge ihrer Reformüberlegungen eine Debatte über die Zahl der gesetzlichen

Mehr
Tschernobyl-Schutzhülle: Reparatur kostet 500 Millionen Euro

London (dts Nachrichtenagentur) - Die Reparatur der beschädigten Schutzhülle über dem havarierten Atomreaktor von Tschernobyl wird nach Einschätzung der Europäischen Bank

Mehr