Aachen (dts Nachrichtenagentur) - Eine Studie der RWTH Aachen kommt zu dem Ergebnis, dass der von der Bundesregierung beschlossene Tankrabatt nur wenig zielgerichtet ist.
Wie die Hochschule am Freitag mitteilte, erreichen lediglich 8,6 Prozent der staatlichen Entlastungsmittel Haushalte, die als energiearm gelten. Die monatlichen Kosten für den Rabatt liegen bei etwa 330 Millionen Euro.
Die durchschnittliche Entlastung für einen Haushalt mit Verbrennerauto beträgt knapp 11 Euro im Monat. Allerdings geht der Großteil der Mittel an Haushalte ohne entsprechende finanzielle Belastung, wie Karl Seeger vom Lehrstuhl für Energiesystemökonomik erklärte. Die Studie basiert auf Daten des Statistischen Bundesamtes und des Sozio-oekonomischen Panels.
Ein weiteres zentrales Ergebnis ist der Effekt auf das Nachfrageverhalten. Demnach steigt der Kraftstoffverbrauch privater Haushalte durch den Rabatt um rund zwei Prozent. Angesichts der aktuellen Knappheit bei Rohölimporten aus dem Nahen Osten könne diese zusätzliche Nachfrage die Situation verschärfen und preistreibend wirken, so Aaron Praktiknjo von der RWTH. Der Tankrabatt sei daher keine zielgerichtete Maßnahme zur Entlastung bedürftiger Haushalte.
Wirtschaft
Studie: Tankrabatt erreicht kaum Bedürftige und erhöht Nachfrage
- dts - 17. April 2026, 08:07 Uhr
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