In einem Prozess um einen Auftragsmord im Umfeld eines betrügerischen Onlinegeschäfts ist ein 62-Jähriger vom Landgericht Aachen zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Angeklagte wurde am Freitag wegen Anstiftung zum Mord verurteilt, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Laut Anklage soll er den Mord an einem Geschäftspartner beauftragt haben, nachdem dieser aus dem gemeinsamen Geschäft aussteigen wollte.
Mit dem Urteil folgte das Gericht dem Antrag von Staatsanwaltschaft und Nebenklage. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Der Angeklagte, das Opfer sowie zwei weitere Beteiligte hatten im Jahr 2014 laut Anklage über das Internet Tankkarten vertrieben, für die die Kunden in der Folgezeit Tankgutscheine mit einem höheren Gesamtwert erhalten sollten.
Es handelte sich demnach um ein sogenanntes Schneeballsystem: Neue Einzahlungen dienten dazu, frühere Kunden auszuzahlen. Der Zahlungsverkehr lief dabei über ein Konto einer Firma in Hongkong bei einer Bank auf Zypern.
Laut Anklage geriet der Angeklagte in Sorge um seine Einnahmen, als das spätere Opfer aussteigen wollte und Einfluss auf die Kontoverwaltung nahm und das Konto zeitweise sperren ließ. Er habe daraufhin einen Geschäftspartner gebeten, einen Auftragsmörder für den Komplizen zu organisieren.
Der Komplize wurde schließlich am 14. Dezember 2014 getötet. Der beauftragte Täter soll für den Mord einen fünfstelligen Betrag erhalten haben.Â
Brennpunkte
Lebenslange Haft in Prozess um Auftragsmord für 62-Jährigen in Aachen
- AFP - 10. April 2026, 12:16 Uhr
In einem Prozess um einen Auftragsmords im Umfeld eines betrügerischen Onlinegeschäft ist ein Mann vom Landgericht Aachen zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Angeklagte wurde wegen Anstiftung zum Mord verurteilt, wie eine Gerichtssprecherin sagte.
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