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Hamas-Behörde: Mindestens 22 Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen

  • AFP - 31. Januar 2026, 14:00 Uhr
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Mann auf den Trümmern von Polizeistation in Stadt Gaza
Bild: AFP

Bei israelischen Luftangriffen im Süden des Gazastreifens sind nach Angaben der Hamas-Behörden mindestens 22 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen Frauen und Kinder. Weitere Menschen seien noch unter den Trümmern eingeschlossen.

Bei israelischen Luftangriffen im Süden des Gazastreifens sind am Samstag nach Angaben der Hamas-Behörden mindestens 22 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen Frauen und Kinder. Weitere Menschen seien nach den Angriffen noch unter den Trümmern eingeschlossen, teilte die von der radikalislamischen Palästinenserorganisation kontrollierte Zivilschutzbehörde des Gebiets mit. 

Wohnhäuser, Zelte, Notunterkünfte und eine Polizeistation seien getroffen worden, was zu einer humanitären Katastrophe geführt habe, erklärte der Sprecher der Behörde, Mahmud Bassal. In einer vorherigen Zwischenbilanz hatte das Hamas-Gesundheitsministerium die Zahl der Toten bei den israelischen Angriffen noch mit mindestens elf beziffert. 

Ein Angriff traf eine Polizeistation in der Stadt Gaza. Dabei wurden der Polizeidirektion zufolge sieben Menschen getötet. Unter den Getöteten befänden sich sowohl Polizeibeamte und Mitarbeiter der Wache als auch Zivilisten, die sich dort zum Zeitpunkt des Angriffs aufhielten, hieß es weiter. 

Bei einem anderen israelischen Angriff wurde eine Notunterkunft in Al-Mawasi im Süden des Palästinensergebietes getroffen, wo zehntausende vertriebene Palästinenser in Zelten leben, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. 

Die israelische Armee teilte mit, dass sie "als Reaktion" auf die "Verstöße der Hamas gegen das Waffenruheabkommen" in der Nacht mehrere Luftangriffe ausgeführt habe. Einzelheiten nannte sie nicht.  

Seit dem 10. Oktober gilt im Gazastreifen eine fragile Waffenruhe zwischen der radikalislamischen Hamas und Israel. Beide Seiten werfen sich jedoch immer wieder Verstöße gegen die Vereinbarung vor. Israel pocht auf eine Entwaffnung der Hamas und die Zerstörung des von den Islamisten genutzten Tunnelsystems im Gazastreifen. 

Nach Angaben der Hamas sind seit dem Inkrafttreten der Waffenruhe mehr als 500 Menschen bei israelischen Angriffen getötet worden. Die israelische Armee gibt die Zahl der in diesem Zeitraum im Gazastreifen getöteten israelischen Soldaten mit vier an. 

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