Lifestyle

Klingbeil nennt Ereignisse in Venezuela "sehr bedenklich"

  • dts - 4. Januar 2026, 14:48 Uhr
Bild vergrößern: Klingbeil nennt Ereignisse in Venezuela sehr bedenklich
Lars Klingbeil (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) hat die US-Aktion zur Absetzung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro als "sehr bedenklich" bezeichnet.

Maduro habe ein autoritäres Regime angeführt, welches sich mit Gewalt und Unterdrückung an die Macht geklammert habe, sagte der SPD-Chef am Sonntag. "Allerdings kann dies keine Rechtfertigung dafür sein, internationales Recht zu missachten." Das gelte auch für das Handeln der USA.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte sich am Vorabend etwas zurückhaltender geäußert, wobei er die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes als "komplex" bezeichnete. Dazu wolle man sich Zeit nehmen. "Grundsätzlich müssen im Umgang zwischen Staaten die Prinzipien des Völkerrechts gelten", so Merz.

Deutlich weiter geht unterdessen SPD-Fraktionsvize Siemtje Möller, die die Bundesregierung dazu aufrief, US-Präsident Donald Trump nach dem Angriff auf Venezuela "in die Pflicht" zu nehmen. Trump stehe nun in der Verantwortung, einen friedlichen Übergang zu ermöglichen sowie die Voraussetzungen für freie und faire Wahlen zu schaffen, damit die Venezolaner selbst über ihre Zukunft entscheiden können, sagte Möller den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben).

Die Ressourcen des Landes, insbesondere das Öl, dürften nicht zum Spielball geopolitischer Interessen werden. "Dabei steht auch die Bundesregierung in der Verantwortung, ihren politischen und diplomatischen Einfluss zu nutzen, um die Vereinigten Staaten klar in die Pflicht zu nehmen und auf einen geordneten, friedlichen Übergang in Venezuela hinzuwirken."

Der von den USA entführte venezolanische Staatschef Maduro führe seit Jahren ein autoritäres Regime, seine fehlende demokratische Legitimation und die systematische Unterdrückung der Opposition seien unbestritten, fügte die SPD-Politikerin hinzu. "All dies kann jedoch niemals eine Rechtfertigung dafür sein, das Völkerrecht zu missachten und völkerrechtswidrig militärische Gewalt anzuwenden", sagte Möller. "Das internationale Recht gilt uneingeschränkt auch für die Vereinigten Staaten von Amerika."

Weitere Meldungen

Steinmeier würdigt Süssmuth als "Kämpferin für die Demokratie"

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die verstorbene frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth als "großartige Frau und eine

Mehr
SoVD kritisiert Vorschläge des CDU-Wirtschaftsrats als "verstörend"

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Sozialverband Deutschland hat ein Papier des CDU-Wirtschaftsrats unter der Überschrift "Agenda für Arbeitnehmer" als unsozial und

Mehr
Merz würdigt Süssmuth als "große Politikerin"

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die verstorbene frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth als "große Politikerin" und "Leitstern

Mehr

Top Meldungen

Pünktlichkeit im DB-Fernverkehr im Januar bei 52,1 Prozent

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Im Januar haben nur 52,1 Prozent aller Fernzüge der Deutschen Bahn (DB) ihr Ziel pünktlich erreicht. Das geht aus internen Daten hervor, über

Mehr
CDA kritisiert Forderungen des Wirtschaftsrats scharf

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft Deutschlands (CDA) hat Vorschläge des CDU-Wirtschaftsrats für durchgreifende Einschränkungen

Mehr
Voigt dringt auf schnelle Reformen zur Stärkung des Arbeitsmarkts

Erfurt (dts Nachrichtenagentur) - Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) verlangt, dass Bund und Länder angesichts der hohen Arbeitslosenzahl von mehr als drei

Mehr