Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, wirft dem Lebensmitteleinzelhandel vor, heimische Lebensmittel wie Butter zu verramschen.
Die steigenden Lebensmittelpreise hätten die Einkommenssituation der Landwirte nicht entspannt, sagte er der Mediengruppe Bayern (Freitagausgabe). "Im Gegenteil. Zuletzt sind die Preise beispielsweise für Butter und Milch dramatisch gesunken - auch die Erzeugerpreise für Getreide und Schweinefleisch sind im Keller."
Der harte Preiskampf im Lebensmitteleinzelhandel in der Weihnachtszeit werde "am Ende auf dem Rücken unserer Bauern ausgetragen", kritisierte Rukwied den Handel. "Diese massiven Preissenkungen dürfen nicht an unsere Milchbauern weitergegeben werden. Wer die Butter für 99 Cent verramscht, entwertet dieses hochwertige, heimische Lebensmittel."
Rukwied sieht zu Beginn des Jahres 2026 viele Baustellen, um die sich die Regierung seiner Ansicht nach kümmern soll - darunter den Bürokratieabbau und die Finanzierung des Umbaus der Tierhaltung. "Der seit langem angestoßene und gesellschaftlich gewünschte Umbau der Tierhaltung muss finanziert werden, der Bürokratieabbau muss jetzt endlich spürbar umgesetzt werden", fordert der Bauernfunktionär.
"Um dem Klimawandel zu begegnen, brauchen wir Zugang zu sicheren und wirksamen Pflanzenschutzmitteln" und "um weiterhin die Versorgung mit sicheren, heimischen Lebensmitteln zu gewährleisten, muss unsere Landwirtschaft wieder wettbewerbsfähig gemacht werden", behauptete er. Diese Herausforderungen seien "dringend anzugehen und dulden keinen Aufschub".
Die Bilanz des Bauernverbands für das erste Jahr der schwarz-roten Bundesregierung fällt nach Rukwieds Worten "durchwachsen" aus. Die Bundesregierung sei den Bauern zwar mit der Wiedereinführung des Agrardiesels, der Streichung der Stoffstrombilanz oder der Senkung der Stromsteuer entgegengekommen. "Angesichts der hohen Kosten, der massiven Belastungen durch Bürokratie oder des steigenden Mindestlohns muss der Regierung jedoch bewusst sein, dass das bei Weitem nicht ausreichend ist und sie noch deutlich mehr Entlastung für die Betriebe schaffen muss".
Entscheidend sei, dass die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft in Europa wiederhergestellt werde. Dazu brauche es laut Rukwied den von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Wahlkampf angekündigten umfassenden Politikwechsel.
Lifestyle
Butterpreis: Rukwied beklagt "Preiskampf auf dem Rücken der Bauern"
- dts - 2. Januar 2026, 02:00 Uhr
.
Weitere Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Christliche Hilfsorganisationen fordern von der Bundesregierung ein Jahr nach dem USAID-Kahlschlag mehr Geld für die globale Gesundheit. Die
MehrNoch vor Beginn der offiziellen Zeremonie sind am Sonntag in Los Angeles die Gewinner der ersten Grammys verkündet worden. Der wichtigste Musikpreis der Welt ging dabei unter
MehrHerning (dts Nachrichtenagentur) - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den deutschen Handballern nach dem verlorenen EM-Finale trotzdem gratuliert - und zwar persönlich in der
MehrTop Meldungen
München (dts Nachrichtenagentur) - Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder fordert, dass die Arbeitnehmer in Deutschland insgesamt mehr arbeiten sollen. In
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Im Januar haben nur 52,1 Prozent aller Fernzüge der Deutschen Bahn (DB) ihr Ziel pünktlich erreicht. Das geht aus internen Daten hervor, über
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft Deutschlands (CDA) hat Vorschläge des CDU-Wirtschaftsrats für durchgreifende Einschränkungen
Mehr














