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Streik der Louvre-Mitarbeiter beendet - Museum wieder geöffnet

  • AFP - 19. Dezember 2025, 12:29 Uhr
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Louvre-Museum
Bild: AFP

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Nach zwei Streik-Tagen, an denen das Pariser Louvre-Museums nur teilweise geöffnet hatte, haben die Mitarbeiter ihre Protestaktion vorerst beendet. Das Museum habe am Freitag normal geöffnet, teilten Gewerkschaften und Museumsleitung mit. Die Gewerkschaften hatten zum Streik aufgerufen, um gegen die Arbeitsbedingungen zu protestieren. Seitdem hat sich das Kulturministerium verpflichtet, auf eine geplante Mittelkürzung in Höhe von 5,7 Millionen Euro zu verzichten. Es stellte zudem Neueinstellungen und höhere Gehälter in Aussicht. 

Die Gewerkschaften nehmen ihre Streikdrohung aber noch nicht vollständig zurück. "Wir wollen weiter Druck machen, weil wir denken, dass sie bei den Gehältern noch unter unseren Forderungen liegen", sagte CGT-Gewerkschaftsvertreter Christian Galani. 

Der Louvre steht unter anderem wegen verzögerter Renovierungsarbeiten und Überfüllung bei knapp neun Millionen Besuchern jährlich in der Kritik. Die Mitarbeiter protestieren auch gegen Einsparungen beim Personal, das derzeit etwa 2200 Beschäftigte umfasst. 

Anfang Dezember war ein größerer Wasserschaden bekannt geworden, bei dem hunderte Dokumente in der Ägyptologie-Bibliothek beschädigt wurden. Der Vorfall fachte die Debatte um die Sicherheit in dem berühmten Pariser Museum erneut an. "Der Schutz der Sammlungen sowie die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Besucher sind nicht ausreichend gewährleistet", betonte die Gewerkschaft CFDT-Culture.

Ein spektakulärer Kronjuwelen-Diebstahl im Oktober hatte zahlreiche Missstände im Louvre offenkundig gemacht. Museumsdirektorin Laurence des Cars räumte vor dem Kulturausschuss des Senats ein, dass sich das meistbesuchte Museum der Welt in einer "Krisensituation" befinde und in Sicherheitsfragen schlecht organisiert sei. 

Die vier mutmaßlichen Louvre-Diebe befinden sich in Untersuchungshaft, von den gestohlenen Kronjuwelen im Sachwert von 800.000 Euro fehlt jedoch immer noch jede Spur. Die Täter waren Mitte Oktober am hellichten Tag über einen Lastenaufzug durch ein Fenster in das Museum eingestiegen und hatten den wertvollen Schmuck gestohlen. 

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte Anfang des Jahres ein Umbauprogramm angekündigt, bei dem der Louvre einen neuen monumentalen Eingang und einen eigenen Ausstellungsraum für die "Mona Lisa" von Leonardo da Vinci - eines der berühmtesten Gemälde der Welt - bekommen soll.

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