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Gewalt gegen Journalisten bei Protesten gegen AfD-Parteitag: Verdächtige identifiziert

  • AFP - 17. Juli 2026, 14:51 Uhr
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Proteste gegen AfD-Parteitag in Erfurt
Bild: AFP

Nach Angriffen auf Pressevertreter bei Protesten gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt am ersten Juliwochenende hat die Thüringer Polizei drei Tatverdächtige identifiziert.

Nach Angriffen auf Pressevertreter bei Protesten gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt am ersten Juliwochenende hat die Thüringer Polizei drei Tatverdächtige identifiziert. Eine neu eingerichtete Arbeitsgruppe vernahm Zeugen und wertete Bild- sowie Videomaterial aus, wie die Polizei am Freitag in der Landeshauptstadt mitteilte. Bei drei mutmaßlichen Attacken konnten die Ermittler demnach je einen Verdächtigen ausmachen.

Drei Vertreter eines Onlinemagazins seien von mehreren Angreifern bedrängt, beleidigt und durch Schläge und Tritte verletzt worden. In dem Fall sei bislang ein 21-Jähriger als Tatverdächtiger identifiziert, es werde weiter ermittelt.

In einem weiteren Fall sei ein Journalist geschlagen worden, sein Handy sei ihm weggenommen worden, führte die Polizei aus. Hier gebe es drei Verdächtige, von denen einer identifiziert worden sei. Im Fall eines Livestreamers, der Anzeige wegen Nötigung erstattet hatte, sei inzwischen ein Tatverdächtiger namentlich bekannt.

Die Polizei wertet nach eigenen Angaben auch Aufnahmen aus, die in sozialen Netzwerken veröffentlicht wurden. Die Auswertung sei noch nicht abgeschlossen.

Insgesamt hatte die Thüringer Polizei nach dem von Protesten und Blockaden begleiteten AfD-Bundesparteitag in Erfurt eine positive Einsatzbilanz gezogen. Angesichts zehntausender Versammlungsteilnehmer sei das Wochenende "überwiegend friedlich" verlaufen, erklärten die Beamten unmittelbar nach dem Wochenende. Sie sprach von vereinzelten Angriffen auf Medienschaffende und Livestreamer. Vier Menschen seien dabei verletzt worden.

Nach Angaben der Initiatoren beteiligten sich rund 50.000 Menschen an Kundgebungen und weiteren Protestaktionen gegen die AfD. Das linke Bündnis "Widersetzen" organisierte Blockaden, vor allem auf den Zufahrtswegen zum Tagungsort. Die Polizei schätzte die Zahl der Gegendemonstranten auf bis zu 31.000 und sprach von rund zwölftausend Blockierern.

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