Rabat (dts Nachrichtenagentur) - Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat angesichts des Nahost-Konflikts, steigender Energiepreise und der stockenden Iran-Verhandlungen um Geduld geworben. "Wir brauchen jetzt ein bisschen auch Geduld. Wir brauchen Konsequenz, wir brauchen Geduld - und wir müssen zusammenstehen", sagte Wadephul dem "Nachtjournal Spezial" des Senders RTL während seiner Reise nach Rabat in Marokko.
Der Iran befinde sich in einer "ökonomisch katastrophalen Situation" und sei militärisch "erheblich geschlagen". Deshalb werde Teheran "schon zu irgendeinem Zeitpunkt an den Verhandlungstisch kommen", sagte er.
Europa, die USA und auch die Golfstaaten hätten eine gemeinsame Position, so Wadephul. Der Iran müsse eingegrenzt werden und dürfe "nicht weiter mit sogenannten Proxys wie Hisbollah, Hamas, Huthi die Welt verunsichern". Zudem müsse die Straße von Hormus wieder frei werden. "Wir brauchen Solidarität und Miteinander im Bündnis und mit unseren Partnern in der Welt. Und wenn wir das zeigen, dann werden wir uns durchsetzen", sagte der CDU-Politiker.
Mit Blick auf den Ukraine-Krieg zeigte sich Wadephul weiter zuversichtlich. Russland mache keine Fortschritte und verliere "wahnsinnig viele Soldaten". Deshalb brauche es nun "eine neue Verhandlungsrunde". Durch die Iran-Krise seien wichtige US-Unterhändler derzeit gebunden. "Das heißt am Ende des Tages, dass wir Europäer, glaube ich, doch schon eine stärkere Rolle werden übernehmen müssen." Er bleibe überzeugt, "dass mit Russland eine Einigung möglich ist", so Wadephul.
Brennpunkte
Wadephul wirbt für Geduld bei Verhandlungen mit Iran
- dts - 30. April 2026, 16:29 Uhr
.
Weitere Meldungen
In Bremen sind am Freitag zwei Menschen getötet worden. Die Fahndung nach dem mutmaßlichen Täter laufe "auf Hochtouren", teilte die Polizei in der Hansestadt mit. Zuvor hatten
MehrZwei Jugendliche haben in Hannover einen tonnenschweren Gelenkbus gestohlen und sind rund vier Stunden lang durch die Stadt und über Autobahnen gefahren. Bei der kilometerlangen
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Trotz erkennbarer Personalengpässe sieht Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) derzeit keinen Bedarf für eine allgemeine Wehrpflicht. Die
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat sich für den Bundeshaushalt 2027 mit seinen Kabinettskollegen final über Einsparungen im Etat
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Das Bundesfamilienministerium hat Berichte zurückgewiesen, wonach es künftig volle 14 Monate Elterngeld nur noch geben soll, wenn beide Partner
MehrSony stellt den Verkauf seines beliebten Roboterhündchens Aibo in Japan ein. Die Lagerbestände des aktuellen Modells ERS-1000 würden jedoch noch abverkauft, erklärte der
Mehr














