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Unesco: Mädchen schneiden in Mathematik gegenüber Jungen wieder schlechter ab

  • AFP - 23. April 2026, 14:55 Uhr
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Mädchen in Simbabwe
Bild: AFP

Nachdem Mädchen jahrelang gegenüber Jungen bei den Leistungen in Mathematik aufgeholt hatten, sind sie laut einer Untersuchung der Unesco in jüngster Vergangenheit wieder zurückgefallen.

Nachdem Mädchen jahrelang bei den Leistungen in Mathematik gegenüber Jungen aufgeholt hatten, sind sie laut einer Untersuchung der Unesco in jüngster Zeit wieder zurückgefallen. Die UN-Bildungsorganisation veröffentlichte am Donnerstag eine Studie, derzufolge die Zahl der Länder, in denen Jungen bei den Mathe-Kenntnissen vorn liegen, den höchsten Stand seit fast dreißig Jahren erreicht hat.

"Diese Tendenz ist besorgniserregend", erklärte die Unesco mit Blick auf die aktuellsten Zahlen, die aus dem Jahr 2023 stammen. Mathematik-Kompetenzen seien grundlegend "für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung, für Innovationen und um Lösungen für die dringenden Problem der Welt zu finden". 

Die Studie beruft sich auf Daten, die zwischen 1995 und 2023 in 47 Ländern und Gebieten gegen Ende der Grundschule und in 38 Ländern und Gebieten zu Beginn der Mittelstufe erhoben wurden.

Die Autoren hoben hervor, dass Mädchen zwar "historisch gesehen" schwächere Leistungen als Jungen in Mathematik erbracht hätten. Der Abstand sei jedoch zwischen den Jahren 2000 und 2010 deutlich geschrumpft. Seit 2019 habe sich die Dynamik aber wieder umgekehrt. Im Jahr 2023 lagen Jungen am Ende der Grundschule in 81 Prozent der untersuchten Länder vorn, gegenüber 52 Prozent im Jahr 2019 und 41 Prozent im Jahr 2011.

Der Unterschied zeigte sich auch im Kompetenz-Niveau: Im Jahr 2023 verfügten Mädchen demnach in 21 Prozent der untersuchten Länder nicht über international definierte Minimalkenntnisse in Mathematik, gegenüber vier Prozent der Länder im Jahr 2019 und zwei Prozent im Jahr 2015. Gleichzeitig sank seit 2007 der Anteil der Länder, in denen Jungen ähnlich schlecht abschnitten, stetig - im Jahr 2023 war er mit zwei Prozent fast verschwunden.

Die Studienautoren sahen als eine Ursache für die Entwicklung die anhaltenden Effekte der Corona-Pandemie, während der Schulen geschlossen waren und die Bildung von Mädchen vernachlässigt worden sei. Um der Tendenz entgegenzuwirken, sollten das Selbstvertrauen von Mädchen bereits in den Grundschulen gestärkt und Lehrkräfte dahingehend ausgebildet werden, gegen stereotype Geschlechterrollen vorzugehen.

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