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Forsa: AfD wieder vor Union

  • dts - 14. April 2026, 14:09 Uhr
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Alice Weidel und Tino Chrupalla (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die AfD ist in der von Forsa gemessenen Wählergunst wieder vor die Union gesprungen. In der wöchentlichen Erhebung für die Sender RTL und ntv bleibt die AfD bei 26 Prozent, während CDU und CSU zwei Prozentpunkte verlieren und mit 24 Prozent auf den schlechtesten Wert seit der Wahl kommen.

Leicht hinzugewinnen kann die Linke, die sich von 10 auf 11 Prozent verbessert. Erstmals seit vielen Monaten gewinnt die FDP wieder an Zulauf und kommt aktuell auf einen Wert von 4 Prozent. Die Werte für die Grünen (15 Prozent) und die SPD (12 Prozent) bleiben unverändert.

Bei der Zufriedenheit erreicht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in dieser Woche einen neuen Tiefpunkt: Nur noch 18 Prozent (-2) sind aktuell mit seiner Arbeit zufrieden, 80 Prozent (+2) hingegen nicht. Erstmals ist auch eine Mehrheit (52 Prozent) der CDU/CSU-Anhänger mit der Arbeit von Merz unzufrieden.

Nach November 2025 hat Forsa nun zum zweiten Mal diejenigen, die derzeit mit der Arbeit von Merz unzufrieden sind, offen und ohne jede Vorgabe nach den Gründen befragt bzw. was sie am Bundeskanzler konkret stört. Am häufigsten wird Merz dafür kritisiert, dass er vollmundige Ankündigungen mache, ohne dass daraus konkrete Maßnahmen folgen (23 Prozent), und dass er seine Wahlversprechen gebrochen habe (22 Prozent). Bemängelt wird zudem, dass er keine klare Linie habe (14 Prozent), dass es ihm an Führungsstärke mangele (13 Prozent), dass er die Probleme der meisten Menschen nicht kenne (13 Prozent) und dass er zu wenig bedenke, was er sage (11 Prozent).

Die Anhänger der Unionsparteien, die mit Merz als Bundeskanzler nicht zufrieden sind, nennen seine "vollmundigen Ankündigungen ohne Folgen" (34 Prozent) und eine "mangelnde Führungsstärke" (24 Prozent) als Gründe für ihre Unzufriedenheit.

Die Daten zu Parteipräferenzen und Kanzlerzufriedenheit wurden vom 7. bis 13. April 2026 erhoben. Datenbasis: 2.502 Befragte. Zur konkreten Unzufriedenheit mit dem Kanzler wurden am 10. und 13. April 801 Wahlberechtigte befragt.

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