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Deutschland veranstaltet Konferenz zu Krieg im Sudan - Hoffen auf humanitäre Hilfe

  • AFP - 13. April 2026, 16:50 Uhr
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Flüchtling in Sudans Darfur-Provinz
Bild: AFP

Drei Jahre nach Beginn des verheerenden Bürgerkriegs im Sudan will die Bundesregierung als Gastgeberin einer internationalen Konferenz Bewegung in die verfahrene Lage bringen. Ziel der Veranstaltung sei es, 'die Friedensbemühungen voranzubringen'.

Drei Jahre nach Beginn des verheerenden Bürgerkriegs im Sudan will die Bundesregierung als Gastgeberin einer internationalen Konferenz Bewegung in die verfahrene Lage bringen. Die Veranstaltung soll am Mittwoch in Berlin stattfinden. Ziel sei es, "die Friedensbemühungen weiter voranzubringen", sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Montag. Hilfsorganisationen begrüßten die Konferenz; sie forderten aber zugleich die Teilnehmenden auf, konkrete Hilfe auf den Weg zu bringen.

Bei der Konferenz sollen der Außenamts-Sprecherin zufolge "weitere dringend benötigte humanitäre Mittel für die notleidende Zivilbevölkerung in Sudan mobilisiert" werden. Im Sudan spiele sich "die größte humanitäre Katastrophe dieser Welt mit einem unfassbarem Leid" ab.

Die Konferenz solle zudem Vertreterinnen und Vertreter der sudanesischen Zivilgesellschaft eine "Plattform" bieten, um über Wege "zu einer demokratisch legitimierten Nachkriegsordnung zu beraten", fügte die Sprecherin hinzu. Die aktuelle Lage in dem Bürgerkriegsland bezeichnete sie als schwierig: Im Moment sei "keine der beiden Konfliktparteien zu einem Waffenstillstand bereit" - trotz eines konkreten Vorschlags, den eine Vermittlergruppe aus den USA, Saudi-Arabien, Ägypten und den Vereinigen Arabischen Emiraten vorgelegt habe.

Bei der Konferenz in Berlin solle es auch um die Frage gehen, "wie wir weiter auf die wichtigen Akteure Einfluss nehmen können, auch auf regionale Akteure, die Einfluss auf das Kriegsgeschehen haben, und auf die Konfliktparteien", sagte die Sprecherin.

Die Außenamtssprecherin äußerte die Hoffnung, dass auf der Konferenz Hilfszusagen der Teilnehmerländer gesammelt werden. Eine genaue Summe wollte sie nicht nennen. Sie verwies darauf, dass Deutschland "weltweit einer der größten humanitären Geber im Sudan" sei. Im vergangenen Jahr habe die Bundesrepublik über 160 Millionen Euro für Sudan und seine Nachbarländer zur Verfügung gestellt.

Im Sudan, dem drittgrößten Land Afrikas, liefern sich die Armee von Militärherrscher Abdel Fattah al-Burhan und die RSF-Miliz seines früheren Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo einen erbitterten Machtkampf. Die Kämpfe halten seit April 2023 an und haben sich in den vergangenen Monaten intensiviert - dabei wurden wiederholt Drohnen eingesetzt, die bewohnte Gebiete, Schulen und Krankenhäuser trafen. 

Durch den Krieg sind zehntausende Menschen getötet worden, mehr als elf Millionen Menschen wurden vertrieben. Der Konflikt hat zu einer der schlimmsten humanitären Krisen weltweit geführt. Der UNO zufolge weist das Vorgehen der RSF-Miliz im Sudan "die charakteristischen Merkmale eines Völkermords" auf. Bemühungen um eine Waffenruhe blieben bislang erfolglos.

Hilfsorganisationen begrüßten vor diesem Hintergrund die Veranstaltung der Sudan-Konferenz - forderten aber zugleich konkrete Ergebnisse. "Der Schutz der Zivilbevölkerung muss oberste Priorität haben", mahnte das Deutsche Sudan-Netzwerk, zu dem unter anderem die Diakonie und Brot für die Welt gehören. "Menschen in Not brauchen ungehinderten und sicheren Zugang zu humanitärer Hilfe – unabhängig von einem Waffenstillstand." Zudem müssten die Gelder für die humanitäre Hilfe aufgestockt werden.

Die Entwicklungsorganisation Misereor appellierte an die Teilnehmenden der Konferenz, "sich für einen sofortigen humanitären Waffenstillstand, sichere Zugänge für Hilfslieferungen und deutlich mehr finanzielle Mittel einzusetzen". Die Konferenz müsse "mehr sein als ein Signal – sie muss konkrete Hilfe bringen", betonte Katharine Götte, Sudan-Expertin bei Misereor. "Es ist unerträglich, dass diese Krise vor den Augen der Welt eskaliert."

Die Hilfsorganisation Aktion gegen den Hunger forderte ebenfalls "konkrete Ergebnisse" von der Konferenz. "Eine Abschlusserklärung mit messbaren Zusagen zum Schutz der Zivilbevölkerung, einem sicheren humanitären Zugang und einer ausreichenden Finanzierung muss im Rahmen der Konferenz vereinbart werden", erklärte der Geschäftsführer der Organisation, Jan Sebastian Friedrich-Rust.

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