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Messerangriff an Schule in Frankreich: 14-Jähriger verletzt Lehrerin lebensgefährlich

  • AFP - 3. Februar 2026, 22:27 Uhr
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Polizisten vor der Schule in Südfrankreich
Bild: AFP

In Südfrankreich hat ein 14 Jahre alter Schüler eine Lehrerin mit einem Messer angegriffen und ihr lebensgefährliche Verletzungen zugefügt. Der Schüler stach mindestens dreimal auf die Lehrerin ein und wurde anschließend wegen des Verdachts des versuchten Mordes festgenommen, sagte der Staatsanwalt.

In Südfrankreich hat ein 14 Jahre alter Schüler eine Lehrerin mit einem Messer angegriffen und ihr lebensgefährliche Verletzungen zugefügt. Der Schüler stach mindestens dreimal auf die Lehrerin ein und wurde anschließend wegen des Verdachts des versuchten Mordes festgenommen, sagte der zuständige Staatsanwalt Raphael Balland am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Toulon. Ein "religiöser oder politischer Hintergrund" sei bislang nicht bekannt. 

Nach Informationen der Staatsanwaltschaft hatte es "in letzter Zeit Spannungen mit dieser Lehrerin gegeben". Der Schüler war demnach "wütend auf sie". 

Der Angriff an in der Stadt Sanary-sur-Mer löste schockierte Reaktionen aus. Der französische Bildungsminister Édouard Geffray erklärte im Onlinedienst X, seine Gedanken seien bei dem Opfer, dessen Familie und dem gesamten Lehrerkollegium. Mitarbeiter von Emmanuel Macron erklärten, der Präsident werde über den Zustand der Lehrerin auf dem Laufenden gehalten. 

In den vergangenen Jahren war es in Frankreich mehrfach zu Messerangriffen von Minderjährigen auf Lehrer oder andere Schüler gekommen. Im vergangenen Jahr erstach ein 14-Jähriger im Pariser Vorort Nogent eine 31 Jahre alte Schulassistentin. In einem anderen Fall tötete ein Schüler im April ein Mädchen und verletzte mehrere andere Schüler bei einer Messerattacke in der westfranzösischen Stadt Nantes. 

Viele Pädagogen fühlen sich bei solchen Vorfällen an den gewaltsamen Tod des Geschichtslehrers Samuel Paty erinnert. Der 47-jährige Lehrer war 2020 von einem jungen Islamisten enthauptet worden, nachdem er in einer Unterrichtsstunde zum Thema Meinungsfreiheit Mohammed-Karikaturen gezeigt hatte.

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