Wegen der Verbreitung kinderpornographischer Inhalte auf der Plattform X will die französische Justiz den US-Milliardär Elon Musk anhören. Musk sei für den 20. April in Paris zu einer "freiwilligen Anhörung" geladen, teilte die Staatsanwaltschaft in Paris am Dienstag mit. Zudem wurden demnach Büros des Unternehmens in Frankreich durchsucht worden. Mehrere Mitarbeiter des Online-Dienstes sollen im April als Zeugen verhört werden.
Die Justiz verfolge einen "konstruktiven Ansatz", um zu überprüfen, ob die Plattform X in Frankreich die dort geltenden Gesetze respektiere, erklärte die Staatsanwaltschaft. Es geht dabei um den auf X verfügbaren KI-Chatbot Grok und dessen Funktion, in Sekundenschnelle pornografische Bilder von realen Menschen zu erstellen und zu verbreiten. Die Funktion wurde Anfang Januar eingeführt, nach Schätzungen der britischen Nichtregierungsorganisation CCDH erstellten Nutzer mindestens 23.000 Bilder von Kindern. X schränkte die Funktion nach eigenen Angaben seither ein.
Die Ermittlungen umfassen unter anderem die Vorwürfe der Beihilfe zum Besitz kinderpornographischer Darstellungen, der Verletzung des Rechts am eigenen Bild, die Leugnung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Datendiebstahl. Bei der französischen Staatsanwaltschaft waren dazu am 12. Januar zwei Meldung eingegangen. Die Ermittlungen wurden seitdem ausgeweitet.
Auch die EU-Kommission geht gegen X wegen der Verbreitung solcher Inhalte mit Hilfe von Grok vor.
Technologie
KI-Pornobilder: Französische Justiz will X-Eigentümer Musk anhören
- AFP - 3. Februar 2026, 11:42 Uhr
Wegen der Verbreitung kinderpornographischer Inhalte auf der Plattform X will die französische Justiz den US-Milliardär Elon Musk anhören: Musk sei für den 20. April in Paris zu einer 'freiwilligen Anhörung' geladen.
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