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Bundesregierung sieht bei neuer AfD-Jugend keine Mäßigung

  • dts - 2. Februar 2026, 21:07 Uhr
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AfD-Logo (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundesregierung sieht bei der neuen AfD-Jugendorganisation keine Mäßigung im Vergleich zur "Jungen Alternative" (JA).

Das zeigt die Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Marlene Schönberger, über die der "Spiegel" berichtet. Es gebe etwa eine "hohe personelle Kontinuität" zur JA, besonders bei den Funktionären des Bundesvorstands, heißt es darin. Außerdem hält das Ministerium fest, dass sich bei der "Generation Deutschland" eine "inhaltlich-ideologische Kontinuität" zeige. Es begründet das mit den Bewerbungsreden auf der Gründungsversammlung in Gießen im November.

Dort seien Äußerungen getätigt worden, "die als tatsächliche Anhaltspunkte für Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung zu werten sind" - also verfassungsfeindlich. Die Aussagen seien "Ausdruck eines ethnisch-abstammungsmäßigen Staatsvolksverständnisses", aus denen sich "Anhaltspunkte für Forderungen nach einer rechtlichen Diskriminierung deutscher Staatsangehöriger mit Migrationshintergrund" ergäben.

Zudem seien Verbindungen von Mitgliedern der neuen AfD-Jugend zu anderen extremistischen Organisationen sowie "Kontakte zu verfassungsschutzrechtlich relevanten Online-Aktivisten" bekannt, schreibt das Innenministerium. Mehrere Mitglieder des neuen Bundesvorstands der AfD-Jugend sind oder waren außerdem bei Bundestagsabgeordneten der AfD beschäftigt. All das ist relevant, weil die "Generation Deutschland" laut neuer Satzung ein "rechtlich unselbständiger Teil" der AfD ist, die Mutterpartei muss sich also verantworten. So hält es auch die Bundesregierung fest.

Schönberger, die im Innenausschuss des Bundestags sitzt, fordert gegenüber dem "Spiegel" Konsequenzen: "Endlich erkennt die Bundesregierung an, was die Zivilgesellschaft längst wusste." Die Neugründung der AfD-Jugendorganisation sei ein "rechtsextremer Etikettenschwindel" und die Bundesregierung müsse nun handeln. Sie solle "endlich gemeinsam mit den Ländern Konsequenzen aus dem offenen Radikalisierungsprozess der AfD ziehen, vom Waffen- und Beamtenrecht bis hin zu einem AfD-Verbotsverfahren", so Schönberger.

Die AfD hatte ihre Nachwuchsorganisation im vergangenen Jahr umgebaut, um sie leichter managen zu können und sie besser vor staatlichen Maßnahmen zu schützen.

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