Lifestyle

Crumbach rechnet mit BSW ab

  • dts - 7. Januar 2026, 13:04 Uhr
Bild vergrößern: Crumbach rechnet mit BSW ab
Robert Crumbach (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

.

Potsdam (dts Nachrichtenagentur) - Nach dem Ende der Regierungskoalition in Brandenburg und seinem Austritt aus dem BSW rechnet Vizeministerpräsident und Finanzminister Robert Crumbach mit der Partei ab. "Das BSW taugt zu gar nichts mehr", sagte er dem "Spiegel". "Nicht mal zur Opposition. Es gibt keinen Gestaltungswillen mehr in der Partei. Nur zu kritisieren reicht auch in der Opposition nicht."

Die Partei habe sich verändert, sagte er. "Das BSW hat begonnen als Partei, die den Menschen, die von Politik enttäuscht sind, ein besseres Angebot macht und nach konkreten Lösungen sucht. Damit haben wir in unserem Gründungsjahr in den Landeswahlkämpfen geworben: für bessere Gesundheitsversorgung und bessere Bildung. Wir haben nicht nur kritisiert. Das ist vorbei: Jetzt geht es nur noch ums Draufhauen."

Sahra Wagenknecht überschreite Grenzen, fügte Crumbach hinzu. "Mir gefällt Frau Wagenknechts Wortwahl nicht." Als Beispiel nennt Crumbach Wagenknechts Reaktion auf die Ablehnung des Bundestags einer Neuauszählung des Ergebnisses der Bundestagswahl, bei der das BSW knapp gescheitert war. "Ich finde auch, dass man deshalb das Wahlergebnis neu auszählen sollte. Dass Frau Wagenknecht aber die Bundestagsabgeordneten, die gegen eine Neuauszählung gestimmt haben, als `Demokratieverächter` bezeichnet, geht nicht. Das überschreitet eine Grenze."

"Das Bundesverfassungsgericht überprüft die Entscheidung des Bundestags, und damit ist es dann gut. Wir leben in einem Rechtsstaat, und so zu tun, als täten wir das nicht, verbietet sich." Er sei Mitglied einer Landesregierung, er vertrete diesen Staat. "Das BSW hat diese Regierung gestützt, das BSW vertritt diesen Staat. Man darf nicht in einer solchen Art über den Staat herziehen."

Über den harschen Ton seiner ehemaligen Parteikollegen, die ihm nun Verrat und Erpressung vorwerfen, ist Crumbach nicht überrascht. "Das ist im Vergleich zu internen Angriffen noch harmlos." Seine persönliche Erklärung dafür laute, dass diese Kollegen davon ausgingen, dass alle anderen Menschen genauso tickten wie sie selbst. "Also nehmen sie von jedem immer nur das Schlimmste und Böse an."

Weitere Meldungen

Wadephul will Partnerschaften in Indopazifik-Region stärken

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Außenminister Johann Wadephul (CDU) will bei seiner anstehenden Reise in die Indopazifik-Region die Partnerschaften vor Ort stärken. Die Region

Mehr
Huhn landet im Fundbüro am Münchner Hauptbahnhof - Beamte versorgen "Henrietta"

Im Fundbüro am Münchner Hauptbahnhof ist ein ungewöhnlicher Fund abgegeben worden. Am Freitag landete dort ein herrenloses Huhn, das eine Reisende an einem Bahnhofsausgang

Mehr
Forschungsministerin Bär (CSU) in Aachen mit Karnevalspreis ausgezeichnet

Der Aachener Karnevalsverein (AKV) hat Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) mit dem Orden wider den tierischen Ernst ausgezeichnet. Bär erhielt den Karnevalspreis am

Mehr

Top Meldungen

CDU-Wirtschaftsrat verlangt "Agenda für Arbeitnehmer"

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Wirtschaftsrat der CDU erhöht den Druck auf die Bundesregierung und fordert eine "Agenda für Arbeitnehmer". Der Unternehmerverband mit mehr

Mehr
Spahn will Investoren mit Steueranreiz nach Deutschland holen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Vorsitzende der Unionsfraktion, Jens Spahn (CDU), hat vorgeschlagen, Gründer und Unternehmer im Ausland mit einem Steueranreiz nach

Mehr
IW-Studie: Geringverdiener ziehen Hunderttausende aus dem System

Köln (dts Nachrichtenagentur) - Geringverdiener und sozial Schwache erhalten in Deutschland über das gesamte Leben hunderttausende Euro mehr soziale und öffentliche Leistungen

Mehr