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Britischer König Charles III. ruft in Weihnachtsbotschaft zu mehr Mitgefühl auf

  • AFP - 25. Dezember 2025, 20:03 Uhr
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Charles III. bei seiner Weihnachtsbotschaft
Bild: AFP

Der britische König Charles III. hat in seiner Weihnachtsansprache zu 'Mitgefühl und Versöhnung' in einer Zeit gesellschaftlicher Spaltung aufgerufen.

Der britische König Charles III. hat in seiner Weihnachtsansprache zu "Mitgefühl und Versöhnung" in einer Zeit gesellschaftlicher Spaltung aufgerufen. "Das sind die Werte, die wir niemals aus den Augen verlieren dürfen", sagte Charles III. am Donnerstagnachmittag in einer zuvor in der Westminster Abbey aufgezeichneten Videobotschaft. "Mithilfe der großen Vielfalt unserer Gemeinschaften können wir die Kraft finden, dafür zu sorgen, dass das Recht über das Unrecht triumphiert", fügte er hinzu.

Acht Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erinnerte Charles III. an die "zeitlose Botschaft" des Muts der Soldaten und der Art und Weise, wie die Gesellschaft nach dem Krieg zusammenrückte. "Diese Werte haben unser Land geformt", sagte der britische Monarch.

Das zukünftige Oberhaupt der Anglikanischen Kirche, die Londoner Bischöfin Sarah Mullally, warnte derweil in ihrer Weihnachtspredigt, dass die Debatte über Migration die britische Gesellschaft spalte. "Unsere gemeinsame Menschlichkeit sollte uns vereinen", sagte sie in der St.-Pauls-Kathedrale in London.

Die Migration, insbesondere durch Überquerungen des Ärmelkanals, ist in Großbritannien zu einem brisanten politischen Thema geworden. Es setzt die Labour-Regierung von Premierminister Keir Starmer zunehmend unter Druck und trägt zu steigenden Beliebtheitswerten der rechtspopulistische Partei Reform UK bei. Die Partei des Einwanderungsgegners Nigel Farage legte zuletzt in den Umfragen zu.

Am 28. Januar 2026 wird Mullally als erste Frau in der Geschichte zur neuen Erzbischöfin von Canterbury und damit zum Oberhaupt der Anglikanischen Kirche. Die Anglikanische Kirche zählt rund 85 Millionen Mitglieder in über 165 Ländern. Nach jahrelangem erbitterten Streit erlaubte die Kirche erstmals 2014, dass Frauen zu Bischöfinnen geweiht werden durften, was erstmals 1989 in den USA geschah.

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