Lifestyle

Warken will stärker für Frauengesundheit sensibilisieren

  • dts - 13. Dezember 2025
Bild vergrößern: Warken will stärker für Frauengesundheit sensibilisieren
Nina Warken am 11.12.2025, via dts Nachrichtenagentur

.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat angekündigt, mehr gegen eine ungerechte Behandlung von Frauen und Männern in der Medizin tun und diese sogenannte "Gender Health Gap" schließen zu wollen. "Es gibt eine im Vergleich zu Männern teilweise ungerechte Behandlung von Frauen in der Medizin", sagte Warken der "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). "Es ist erschreckend, dass erst seit wenigen Jahren Bedürfnisse von Frauen in klinischen Studien berücksichtigt werden."

Frauen würden unter anderen Symptomen als Männer leiden, etwa bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, erklärte sie. "Medikamente wirken im weiblichen Körper anders als im männlichen. All das wird auch noch viel zu wenig im Medizinstudium und in der ärztlichen Ausbildung berücksichtigt. Wir müssen diese Wissenslücke schnellstmöglich schließen", so die CDU-Politikerin.

Im Bundesgesundheitsministerium gebe es einen Fördertopf mit 11,5 Millionen Euro bis 2029, um Forschungsvorhaben für eine bessere Versorgung von Frauen voranzutreiben. "Weitere Mittel stehen im Forschungsministerium von Dorothee Bär zur Verfügung, um Forschungsprojekte zu fördern. Mir geht es aber auch politisch darum, typisch weibliche Erkrankungen oder Einschränkungen etwa durch Regelschmerzen, die Folgen von Endometriose oder der Menopause zu adressieren", sagte Warken.

Das Beispiel aus Spanien, wo Frauen bei starken Regelschmerzen "Menstruationsurlaub" nehmen dürfen, sieht Warken skeptisch. "Es wäre schon viel gewonnen, wenn Führungskräfte für dieses Thema sensibilisiert würden und Frauen sich während ihrer teils heftigen Beschwerden nicht zusätzlich unter Druck gesetzt fühlten." Denn das führe häufig dazu, dass Frauen sich erst recht für eine Teilzeit- statt Vollzeitbeschäftigung entscheiden würden. "Das kann aber nicht die Antwort sein. Deshalb habe ich einen Dialogprozess gestartet, in dem alle Seiten einbezogen werden, um dieses Thema sehr offen zu besprechen", sagte Warken.

Weitere Meldungen

Facharzt-Wartezeit für gesetzliche Versicherte steigt auf 42 Tage

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Gesetzlich Versicherte mussten 2024 länger auf einen Facharzttermin warten als noch vor einigen Jahren. Das geht aus Antworten des

Mehr
DB InfraGo rechnet mit Jahrzehnt der Sanierungen

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - DB InfraGo-Chef Philipp Nagl rechnet damit, dass sich der schlechte Zustand des Schienennetzes nur langsam verbessern wird. "Wir müssen

Mehr
SPD begrüßt Reise von Merz in die Golfregion

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Vor dem Abflug von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in die Golfregion hat der Koalitionspartner SPD die Reise nach Saudi-Arabien, Katar und die

Mehr

Top Meldungen

IAB: Summe der Arbeitsstunden liegt auf Rekordniveau

Nürnberg (dts Nachrichtenagentur) - Der Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Bernd Fitzenberger, weist die Aussage von Bundeskanzler Friedrich

Mehr
Bericht: EU-Kommission will der Industrie mehr CO2-Ausstoß erlauben

Brüssel (dts Nachrichtenagentur) - Die EU-Kommission will den Europäischen Emissionshandel für die Energiewirtschaft und die Industrie (EU-ETS-1) deutlich abschwächen. Das

Mehr
Staatshilfen: EU-Kommission ermittelt gegen Windturbinen-Hersteller aus China

Die EU-Kommission ermittelt wegen mutmaßlich illegaler Staatshilfen gegen den chinesischen Windturbinen-Hersteller Goldwind. Brüssel vermutet, dass Subventionen aus Peking dem

Mehr