Der US-Bundesstaat Texas geht juristisch gegen den Streamingdienst Netflix vor. Die Staatsanwaltschaft wirft Netflix vor, illegal Nutzerdaten zu sammeln, wie aus einer am Montag eingereichten Klage hervorgeht. Darin wird der Streaminganbieter außerdem beschuldigt, Techniken einzusetzen, die junge Zuschauer süchtig nach der Plattform machen sollen.Â
"Wenn Sie Netflix schauen, beobachtet Netflix Sie", heißt es in der Klageschrift. Der Onlinedienst protokolliere Sehgewohnheiten und "andere sensible Verhaltensdaten" und stelle diese Werbekunden zur Verfügung.
Die Strategie von Netflix bestehe darin, "die Texaner und ihre Kinder an den Bildschirm zu fesseln, um so viele Daten wie möglich zu sammeln", erklärte der Generalstaatsanwalt von Texas, Ken Paxton. Daher habe der Streamingdienst seine Plattform "so konzipiert, dass sie süchtig macht".
Paxton verwies insbesondere auf die "Autoplay"-Funktion, die nach dem Ende eines Videos sofort ein weiteres startet. Diese ist auf der Plattform standardmäßig aktiviert, kann aber jederzeit deaktiviert werden.
Netflix bezeichnete die Klage als unbegründet. Sie stütze sich "auf falsche und verzerrte Informationen", erklärte das Unternehmen. "Netflix nimmt den Datenschutz seiner Mitglieder ernst und hält sich überall, wo wir tätig sind, an die entsprechenden Gesetze."
Technologie
Staatsanwalt in Texas: Netflix sammelt illegal Daten und will Nutzer süchtig machen
- AFP - 12. Mai 2026, 07:03 Uhr
Der US-Bundesstaat Texas geht juristisch gegen den Streamingdienst Netflix vor. Die Staatsanwaltschaft wirft Netflix vor, illegal Nutzerdaten zu sammeln und Techniken einzusetzen, die junge Zuschauer süchtig nach der Plattform machen sollen.Â
Weitere Meldungen
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) hat gefordert, "das Europageschäft von Tiktok in europäische Hände" zu legen. Die EU solle dem Beispiel der USA folgen, sagte er
MehrDer Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) verschärft nach Angaben des Chefs der Finanzaufsicht Bafin, Mark Branson, die Risiken durch Cyberangriffe. Neue KI-Systeme würden
MehrDas Bundesfinanzministerium ist besorgt wegen möglicher Auswirkungen von Cyberangriffen mit Hilfe von KI-Systemen auf das globale Finanzsystem. "Die Entwicklung von Modellen wie
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Koalition will das Vorhaben einer sogenannten "Entlastungsprämie" in Höhe von 1.000 Euro nach dem Scheitern im Bundesrat nicht weiter
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katharina Dröge, hat eine kurzfristige Senkung der Stromsteuer gefordert und vor einer
MehrWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Im 1. Quartal 2026 sind in Deutschland rund 37.500 Betriebe gegründet worden, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere
Mehr














