Wirtschaft

Reiseveranstalter wollen Kunden nicht für steigende Kerosinpreise zur Kasse bitten

  • dts - 5. Mai 2026, 06:45 Uhr
Bild vergrößern: Reiseveranstalter wollen Kunden nicht für steigende Kerosinpreise zur Kasse bitten
Flughafen von Korfu (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Trotz der steigenden Preise für Kerosin wollen die großen deutschen Reiseveranstalter die Kunden nicht nachträglich für gebuchte Reisen zur Kasse bitten. Man werde die Preise für bereits gebuchte Reisen nicht nachträglich erhöhen, erklären Tui, Alltours und Dertour übereinstimmend, wie der "Tagesspiegel" berichtet.

Angesichts des Preisanstiegs könnte es für zukünftige Buchungen allerdings anders aussehen. Der Chef der Rewe-Touristiktochter Dertour-Group, Christoph Debus, sagte dem Tagesspiegel: "Im Moment steigt der Kerosinpreis." Wenn dies auf dem Niveau bleibe, könne man Kostensteigerungen für zukünftige Buchungen nicht ausschließen.

Reiseveranstalter können den Reisepreis nachträglich erhöhen, wenn etwa höhere Treibstoffkosten eine gebuchte Reise im Nachhinein verteuern. Ein solcher Preisaufschlag muss allerdings spätestens 20 Tage vor Reisebeginn mitgeteilt werden. Bei Aufschlägen von mehr als acht Prozent haben die Kunden ein Sonderrücktrittsrecht.

Dass Urlaubsreisen ganz gestrichen werden, müssen Kunden aktuell nicht befürchten. Tui-Sprecher Aage Dünhaupt sagte dem Tagesspiegel: "Bei uns fällt nichts aus." Auch Alltours-Sprecher Jens Völmicke betonte, man gehe davon aus, dass die Gäste wie geplant ihren gebuchten Sommerurlaub genießen könnten.

Dertour-Chef Christoph Debus sagte, für die Sommerferien und den Herbst rechne man derzeit mit einer insgesamt stabilen Kapazität. Sollten sich aufgrund von Kerosinmangel Änderungen im Flugplan ergeben, informiere man die Gäste umgehend und suche nach Flugalternativen. Das sei einer der Vorteile der Pauschalreise.

Weitere Meldungen

Siemens-Chef warnt vor AfD-Regierungsbeteiligung

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Siemens-Chef Roland Busch warnt vor den Folgen einer möglichen Regierungsbeteiligung der AfD. Auf Nachfrage verwies er auf die Gesamtwirkung

Mehr
Schneider widerspricht Reiche in Energiepolitik

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Umweltminister Carsten Schneider (SPD) widerspricht seiner Kabinettskollegin Katherina Reiche (CDU) in zentralen Fragen der Energiepolitik. Die

Mehr
Industrie-Studie: Enormes Potenzial durch Recycling und Wiederverwendung

Deutsche Unternehmen sind bei vielen wichtigen Rohstoffen vollständig auf Importe angewiesen. Abhilfe für dieses sich verschärfende Problem des deutschen Industriestandorts

Mehr

Top Meldungen

Kanzleramtschef Frei offen für Reichensteuer

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) zeigt sich grundsätzlich offen für eine höhere Besteuerung sehr hoher Einkommen. "Die sogenannte

Mehr
Schnieder erwartet keinen Kerosinmangel in Deutschland

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) sieht für Deutschland keinen Mangel an Kerosin. "Wir haben ein Preisproblem, aber kein Problem

Mehr
Umfrage: 76 Prozent für stärkere Besteuerung sehr hoher Einkommen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Eine deutliche Mehrheit der Deutschen spricht sich laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für eine höhere Besteuerung von

Mehr