Nach dem Fund der Leiche einer vermissten Frau aus Niedersachsen gehen die Ermittler nach einer Obduktion nicht von einem Verbrechen aus. Die Untersuchung habe keine Hinweise auf ein Fremdverschulden erbracht, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag in Celle mit. Ein Wassersportler hatte den Leichnam am Samstag im Fluss Aller entdeckt.
Die 25-Jährige galt seit etwa einem Monat als vermisst. Die Ergebnisse der Obduktion entlasten nach Ermittlerangaben einen 46-Jährigen, mit dem die Frau in der Nacht ihres Verschwindens zusammen gewesen sein soll. Ein etwaiger Verdacht gegen ihn habe sich "nicht erhärtet". Der Mann hatte die Frau demnach vermisst gemeldet.
Nach früheren Angaben der Polizei benötigte die Vermisste dringend ärztliche Hilfe und befand sich möglicherweise in einer psychischen Ausnahmesituation. Der Leichnam wies den Ermittlern zufolge am Hals zwei nicht lebensbedrohliche Stichverletzungen auf, die aufgrund des Einstichkanals "mit einer Selbstverletzung plausibel in Einklang zu bringen" seien, wie es am Montag hieß. Die genaue Todesursache lasse sich nicht abschließend klären.Â
Endgültige Sicherheit über die Identität soll ein DNA-Abgleich bringen. Die Ermittler waren aber aufgrund verschiedener körperlicher Merkmale, wie beispielsweise Haare, Statur, Gewicht und Größe und anderer individueller Faktoren überzeugt, dass es sich bei der Toten um die Vermisste handelt. Auch deren Mobiltelefon sei gefunden worden und werde nun ausgewertet.
Brennpunkte
Leiche von Vermisster in Niedersachsen: Keine Hinweise auf Verbrechen
- AFP - 13. April 2026, 14:33 Uhr
Nach dem Fund der Leiche der vermissten Michelle H. aus Niedersachsen gehen die Ermittler nach einer Obduktion nicht von einem Verbrechen aus. Die Untersuchung habe keine Hinweise auf sogenanntes Fremdverschulden erbracht, teilten sie am Montag mit.
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