Hannover (dts Nachrichtenagentur) - Das Land Niedersachsen prüft verschiedene Modelle für einen Einstieg beim Osnabrücker Werk des Volkswagen-Konzerns, um eine Nutzung der Fertigungsstätte durch den israelischen Rüstungskonzern Rafael zu ermöglichen. Das berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Insider.
Rafael würde im Osnabrücker VW-Werk gerne Komponenten für das Luftverteidigungssystem Iron Dome bauen, doch das Emirat Katar als VW-Großaktionär lehnt ein Joint Venture ab. Nun gibt es Überlegungen, den Standort in zwei Gesellschaften aufzuteilen. Eine Gesellschaft würde die Liegenschaften einschließlich der Gebäude sowie Teile der Belegschaft bündeln. An ihr soll Volkswagen weiterhin beteiligt bleiben, Rafael dagegen nicht.
Eine zweite Gesellschaft wäre dann für die eigentliche Produktion der Iron-Dome-Komponenten zuständig. An dieser operativen Einheit könnte sich neben Rafael auch ein Finanzinvestor beteiligen. In diesem Zusammenhang wird auch über ein Engagement des Landes Niedersachsen diskutiert. Nach Informationen der Zeitung aus dem Umfeld der Gespräche prüft die landeseigene Beteiligungsgesellschaft Perspektiven eines solchen Konstrukts. Voraussetzung wäre demnach ein belastbarer Businessplan mit angemessener Rendite. Eine Beteiligung käme nur infrage, wenn sie wirtschaftlich tragfähig ist, hieß es.
Brennpunkte
Niedersachsen prüft Modelle für Einstieg in Osnabrücker VW-Werk
- dts - 16. Juli 2026, 18:50 Uhr
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