Politik

Visa-Verschärfung: USA begrenzen Aufenthalt von ausländischen Studenten und Journalisten

  • AFP - 16. Juli 2026, 18:38 Uhr
Bild vergrößern: Visa-Verschärfung: USA begrenzen Aufenthalt von ausländischen Studenten und Journalisten
US-Präsident Donald Trump mit Journalisten
Bild: AFP

Die USA begrenzen die Aufenthaltsdauer von ausländischen Studenten und Journalisten. Ausländische Studenten sollen sich nicht länger als vier Jahre in den USA aufhalten. Bei Journalisten sind es 240 Tage, sie können Verlängerungen beantragen.

Die USA begrenzen die Aufenthaltsdauer von ausländischen Studenten und Journalisten. Den am Donnerstag veröffentlichten neuen Regeln zufolge, die in zwei Monaten in Kraft treten könnten, sollen sich ausländische Studenten mit einem Studentenvisum nicht länger als vier Jahre in den USA aufhalten dürfen. Ausländische Journalisten sollen höchstens 240 Tage bleiben dürfen, können aber Verlängerungen für 240 Tage beantragen. Visa für chinesische Journalisten werden demnach auf 90 Tage beschränkt.

Bislang stellen die USA Visa für ausländische Studenten für die Dauer ihres Studiums aus. Für ausländische Journalisten werden Visa derzeit in der Regel für fünf Jahre gewährt. Die Verschärfung war im August 2025 von der US-Regierung vorgestellt worden, daraufhin gingen rund 22.000 Stellungnahmen beim Heimatschutzministerium ein. Die Regelungen nun sind aber weitgehend unverändert im Vergleich zur Ankündigung aus dem vergangenen Jahr.

Das US-Heimatschutzministerium hatte damals argumentiert, eine nicht genannte Zahl ausländischer Staatsbürger nutze das System aus, um als "ewige Studenten" dauerhaft in den USA zu bleiben. "Frühere Regierungen" hätten "ausländischen Studenten und anderen Visumsinhabern erlaubt, nahezu unbegrenzt in den USA zu bleiben, was Sicherheitsrisiken mit sich bringt, unermessliche Kosten für die Steuerzahler verursacht und US-Bürger benachteiligt".

Das Vorhaben war bei den Hochschulen und bei Medienorganisationen auf scharfe Kritik gestoßen. Die US-Regierung sende "eine Botschaft an talentierte Menschen in aller Welt, dass ihre Beiträge in den Vereinigten Staaten nicht geschätzt werden", hatte der Verband der Universitäts- und Collegepräsidenten erklärt. Medienorganisationen aus aller Welt warnten, das Vorhaben werde die "Quantität und Qualität der Berichterstattung aus den USA verringern" und dem "internationalen Ansehen Amerikas schaden, statt es zu fördern".

US-Präsident Donald Trump fährt einen harten Kurs gegen irreguläre Migration und will Millionen Menschen ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung abschieben. Das Vorgehen von Einwanderungsbehörden und der Abschiebepolizei ICE sorgte in den USA immer wieder für Empörung.

Weitere Meldungen

Merz und Macron betonen gute persönliche Beziehungen vor gemeinsamem Ministerrat

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben am Vorabend des deutsch-französischen Ministerrats ihre engen persönlichen Beziehungen

Mehr
Ex-FDP-Chef Dürr wird Geschäftsführer von E-Fuels-Startup

Der ehemalige Fraktions- und Bundesvorsitzende der FDP, Christian Dürr, hat einen neuen Job: Im August übernimmt der 49-Jährige die Geschäftsführung des Münchener Startups

Mehr
Ukraine: Chef von Energiekonzern Naftogaz neuer Regierungschef

Im Zuge der von Präsident Wolodymyr Selenskyj angeordneten Regierungsbildung in der Ukraine hat das Kiewer Parlament Serhij Korezky als neuen Regierungschef bestätigt. 289 von

Mehr

Top Meldungen

Deutschland und Algerien wollen Bau von Wasserstoff-Pipeline vorantreiben

Deutschland und Algerien wollen den Bau einer Wasserstoff-Pipeline zwischen den beiden Ländern vorantreiben. Gemeinsam mit Italien werde an einem "südlichen

Mehr
Merz setzt auf mehr Rohstofflieferungen aus Algerien

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundeskanzler Friedrich Merz setzt auf mehr Rohstofflieferungen aus Algerien. "Algerien verfügt über bedeutende Rohstoffvorkommen, darunter

Mehr
Bericht: Hitzewelle kostet deutsche Wirtschaft mindestens 6,3 Milliarden Euro

Die Hitzewelle im Juni ist der deutschen Wirtschaft einem Medienbericht zufolge teuer zu stehen gekommen. Die zweiwöchige Hitzeperiode habe die Wirtschaft mindestens 6,3

Mehr