Wirtschaft

Deutschland und Algerien wollen Bau von Wasserstoff-Pipeline vorantreiben

  • AFP - 16. Juli 2026, 16:53 Uhr
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Merz (r.) und Tebboune in Berlin
Bild: AFP

Deutschland und Algerien wollen den Bau einer Wasserstoff-Pipeline zwischen den beiden Ländern vorantreiben. Gemeinsam mit Italien werde an einem 'südlichen Wasserstoff-Korridor' gearbeitet werden, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).

Deutschland und Algerien wollen den Bau einer Wasserstoff-Pipeline zwischen den beiden Ländern vorantreiben. Gemeinsam mit Italien werde an einem "südlichen Wasserstoff-Korridor" gearbeitet, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Donnerstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem algerischen Präsidenten Abdelmadjid Tebboune in Berlin. Tebboune bezeichnete den sogenannten "südlichen H2-Korridor" als "Leuchtturmprojekt, welches eine wichtige Rolle für erneuerbare Energien und deren Ausbau spielt".

Merz sprach von einem "hochinteressanten Projekt für beide Seiten". Er habe sich mit Tebboune geeinigt, den Wasserstoff-Korridor gemeinsam mit der italienischen Seite "in den nächsten Monaten energisch weiter vor(zu)antreiben". Zur Begründung führte Merz an, dass "wir ein gegenseitiges Interesse daran haben, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern nachhaltig zu verbessern".

Die Pläne für den "südlichen H2-Korridor" bestehen bereits seit Jahren. Ziel dieses Projektes ist es, zukünftig Wasserstoffimporte per Pipeline aus Algerien und Tunesien nach Italien, Österreich und Deutschland zu ermöglichen. Dafür müsste ein bestehender Gaspipelinekorridor um- beziehungsweise ausgebaut werden.

Merz und Tebboune betonten bei ihrer gemeinsamen Pressekonferenz zudem ihren Willen, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Algerien zu stärken. Darin seien er und der algerische Staatschef sich einig, erklärte der Kanzler. Vor diesem Hintergrund seien anlässlich des Besuchs Tebbounes "eine ganze Reihe von Vereinbarungen zwischen deutschen und algerischen Unternehmen" unterzeichnet worden. Tebboune fügte hinzu, "deutsche Unternehmen sind mehr und mehr präsent in Algerien".

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