Vor dem Hintergrund des Hantavirus-Ausbruchs hat die Weltorganisation für Tiergesundheit vor dem zunehmenden Risiko von Krankheitsübertragungen zwischen Tieren und Menschen gewarnt. Tiergesundheit und die Prävention von Pandemien tierischen Ursprungs seien "chronisch unterfinanziert", warnte die Organisation in ihrem am Mittwoch in Paris vorgestellten Jahresbericht. Rund 60 Prozent der bekannten menschlichen Infektionskrankheiten stammten von Tieren, betonte die Organisation. Von den in den vergangenen Jahrzehnten neu entdeckten Krankheitserregern, die Menschen betreffen, hätten sogar 75 Prozent einen tierischen Ursprung.
Zahlreiche Pandemien hätten ihren Ursprung in Störungen der Umwelt, etwa dem Abholzen von Wäldern oder dem Eindringen von Menschen in den Lebensraum von Tieren. Tierarten, die unter Stress gerieten, würden zu neuen Krankheitsquellen, beispielsweise Mücken, Nagetiere und Fledermäuse.
Der Jahresbericht umfasst den Zeitraum zwischen Januar 2025 und März 2026 und geht daher nicht auf die jüngsten Infektionen mit Hantaviren ein. Â
Nach Angaben der Weltorganisation für Tiergesundheit fließen nur etwa 0,6 Prozent der weltweiten Gesundheitsausgaben in Vorkehrungen, die die Übertragung von Krankheiten von Tieren auf Menschen verhindern können, darunter die Überwachung von Tierkrankheiten, tiermedizinisches Personal und Impfprogramme. Sie verweist auf das Beispiel der Tollwut, an der jährlich 59.000 Menschen sterben, obwohl dies leicht vermeidbar wäre - durch die Impfung von Tieren und Menschen.Â
Auch Tierkrankheiten unter Nutztieren verursachen hohe Kosten: Nach Angaben der Organisation rechnen Viehhalter jährlich mit 20 Prozent Verlust infolge von Krankheiten. Zwischen Januar 2025 und März 2026 sind in 70 Ländern etwa 140 Millionen Tiere wegen der Vogelgrippe verendet oder gekeult worden. Die Lumpy-Skin-Krankheit, die Rinder befällt, ist 2025 erstmals in Europa aufgetreten. Etwa 3200 Herden waren betroffen, rund 7500 Tiere starben oder wurden getötet.
Gesundheit
Organisation warnt vor Krankheitsübertragung zwischen Tier und Mensch
- AFP - 13. Mai 2026, 15:14 Uhr
.
Weitere Meldungen
Nach dem Tod eines 90 Jahre alten Passagiers und Magen-Darm-Beschwerden bei etwa 50 Passagieren ist ein Kreuzfahrtschiff vor Bordeaux unter Quarantäne gestellt worden. Einen
MehrDie Zahl der Herzinfarkte geht in Deutschland einer Erhebung zufolge weiter zurück. 2024 wurden rechnerisch 320 Herzinfarkte je 100.000 Menschen ab dem 30. Lebensjahr
MehrAngesichts des anhaltenden Mangels an Arzneimitteln wie Fiebersäften für Kinder, Asthmasprays und Diabetesmedikamenten will die EU die Produktion in ihren Mitgliedstaaten
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Yasmin Fahimi, hat die Ankündigung der Regierung begrüßt, weitere Reformschritte mit
MehrDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) - Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) zeigt sich zufrieden über den Kabinettsbeschluss zur Kraftwerksstrategie. "Das
MehrWegen der anhaltenden Blockade der Straße von Hormus greifen die Staaten "im Rekordtempo" auf Ölvorräte und strategische Reserven zurück. Die weltweiten Lagerbestände seien
Mehr














