Wirtschaft

Iran-Krieg: US-Inflation im April auf Drei-Jahres-Hoch

  • AFP - 12. Mai 2026, 21:30 Uhr
Bild vergrößern: Iran-Krieg: US-Inflation im April auf Drei-Jahres-Hoch
Eine Tankstelle in Monterey Park, Kalifornien
Bild: AFP

Wegen des Ölpreisschocks im Iran-Krieg ist die Inflation in den USA auf den höchsten Stand seit drei Jahren gestiegen. US-Präsident Donald Trump beschwichtigte: Die hohen Öl- und Treibstoffpreise seien nur 'von kurzer Dauer'.

Wegen des Ölpreisschocks im Iran-Krieg ist die Inflation in den USA auf den höchsten Stand seit drei Jahren gestiegen. Die Verbraucherpreise legten im April um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. US-Präsident Donald Trump beschwichtigte: Der Anstieg sei nur "von kurzer Dauer", sagte er.

Die US-Inflation stieg im April auf den höchsten Stand seit Mai 2023 und lag noch einmal 0,6 Prozentpunkte höher als im März. Hauptgrund sind die infolge des Iran-Kriegs massiv gestiegenen Öl- und Gaspreise.

Treibstoff verteuerte sich im April im Jahresvergleich um 28,4 Prozent Prozent, die Energiepreise insgesamt stiegen um 17,9 Prozent. Für Lebensmittel mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher 3,2 Prozent mehr zahlen. Die zugrunde liegende Kerninflation ohne die schwankenden Preise für Lebensmittel und Energie lag bei 2,8 Prozent.

Die Lebenshaltungskosten stehen in den USA weiter im Mittelpunkt der politischen Debatte. Umfragen zeigen eine stark gesunkene Zustimmung zur Wirtschaftspolitik von Präsident Donald Trump. Der Iran-Krieg hat die Kritik auch im Lager des Präsidenten verschärft.

Trump spielte die Probleme erneut herunter: "Sobald dieser Krieg vorbei ist – was nicht lange dauern wird –, werden Sie sehen, wie die Ölpreise sinken", sagte er, bevor er eine dreitägige China-Reise antrat. 

Am Montag hatte Trump in Aussicht gestellt, vorübergehend die Bundessteuern auf Treibstoffe auszusetzen und die Bürgerinnen und Bürger damit zu entlasten. "Es ist nur ein kleiner Prozentsatz, aber es ist trotzdem Geld", sagte er dazu. Allerdings ist für einen solchen Schritt die Zustimmung des Kongresses erforderlich. 

Vor Beginn der US-israelischen Luftangriffe auf den Iran Ende Februar hatte der Präsident noch einen Wirtschaftsboom und "rapide" fallende Preise für Benzin und Lebensmittel in Aussicht gestellt. Im November finden in den USA die Zwischenwahlen zum Kongress statt, die als bisher wichtigster Stimmungstest für Trump gelten.

Weitere Meldungen

TUI "trotz aller Herausforderungen in der Welt" zuversichtlich

Europas größter Reiseveranstalter TUI schaut "trotz aller Herausforderungen in der Welt" zuversichtlich auf die Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten. Im ersten

Mehr
Neues Heizungsgesetz im Bundeskabinett

Nach monatelangen Verhandlungen soll am Mittwoch die erneute Überarbeitung des Gebäudeenergiegesetzes ins Bundeskabinett eingebracht werden. Die Pläne von Union und SPD sehen

Mehr
Landgericht Bremen gibt Urteil zu Milka-"Mogelpackung" bekannt

Das Landgericht Bremen gibt am Mittwoch (11.00 Uhr) seine Entscheidung im Verfahren zur geschrumpften Milka-Schokolade bekannt. Der Hersteller Mondelez machte die Tafel Milka

Mehr

Top Meldungen

Landwirtschaftliche Erzeugerpreise im März deutlich gesunken

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte sind im März 2026 um 8,8 Prozent niedriger gewesen als im März 2025. Im Februar 2026 hatte

Mehr
Großhandelspreise im April deutlich gestiegen

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Die Verkaufspreise im Großhandel waren im April 2026 um 6,3 Prozent höher als im April 2025. Das teilte das Statistische Bundesamt

Mehr
Ifo-Institut: Iran-Krieg belastet Geschäftsklima der Reisebranche

München (dts Nachrichtenagentur) - Das Geschäftsklima bei Reisebüros und Reiseveranstaltern hat sich im April weiter verschlechtert. Der Branchenindikator des Ifo-Instituts

Mehr