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Immer mehr staatliche Cyberangriffe: Verfassungsschutz mahnt zur Wachsamkeit

  • AFP - 4. Februar 2026, 11:02 Uhr
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Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat zu erhöhter Wachsamkeit wegen einer zunehmenden Zahl von Cyberangriffen ausländischer Staaten aufgerufen. Sie dienten unter anderem dazu, sensible Daten und innovatives Know-how zu stehlen.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat zu erhöhter Wachsamkeit wegen einer zunehmenden Zahl von Cyberangriffen ausländischer Staaten aufgerufen. Sie dienten insbesondere dazu, sensible Daten und innovatives Know-how zu stehlen, wichtige Infrastruktur zu sabotieren oder politische Destabilisierung zu erzeugen, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Broschüre des Inlandsgeheimdienstes. Genannt als Verursacher werden insbesondere Russland, China, der Iran und Nordkorea.

Cyberangriffe würden "zunehmend von staatlichen oder staatlich beauftragten Akteuren initiiert, koordiniert oder durchgeführt", heißt es. Deutschland sei dabei aufgrund seiner politischen Rolle in EU und Nato sowie als führende Industrienation und Technologiestandort "ein attraktives Ziel".

Der Verfassungsschutz forderte Betroffene auf, sich bei der Behörde im Falle von Angriffen mit mutmaßlich nachrichtendienstlichem oder extremistischem Hintergrund zu melden. Das Bundesamt bot für diese Fälle Beratung und gegebenenfalls auch die Unterstützung ergriffener Maßnahmen an.

Die Motive für Cyberangriffe unterscheiden sich laut Verfassungsschutz von Land zu Land: "Russland nutzt Cyberangriffe als geopolitisches Werkzeug, um strategische Vorteile zu erzielen und Einfluss auf globale wie auch nationale Politikprozesse auszuüben", heißt es. Ziel sei es dabei regelmäßig, "demokratische Systeme zu untergraben und politische Instabilität zu schaffen".

China verfolge mit seinen Cyberangriffen hingegen "primär wirtschaftliche und technologische Ziele", schreibt der Verfassungsschutz. Oft liege der Fokus "auf dem Diebstahl geistigen Eigentums und strategischen Wissens, um die eigene Wirtschaft und Technologie zu stärken". Dabei seien auch deutsche Hochschulen und Forschungseinrichtungen "zentrale Ziele". 

Der Iran setze Cyberangriffe hingegen "strategisch ein, um seine regionalpolitischen Ziele zu erreichen, Gegner zu destabilisieren, Oppositionelle auszuspähen und einzuschüchtern". Nordkorea wiederum nutze "Cyberangriffe primär zur finanziellen Bereicherung des Regimes und zur Umgehung internationaler Sanktionen".

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