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Trauer in Tokio: Fans verabschieden Panda-Zwillinge vor Abtransport nach China

  • AFP - 27. Januar 2026, 10:57 Uhr
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Fans vor dem Ueno-Zoo in Tokio
Bild: AFP

So sieht Abschiedsschmerz aus: In Tokio haben sich am Dienstag hunderte Menschen vor dem Zoo versammelt, um den dortigen Panda-Zwillingen vor ihrem Transport nach China noch ein letztes Mal nahe zu kommen.

So sieht Abschiedsschmerz aus: In Tokio haben sich am Dienstag hunderte Menschen vor dem Zoo versammelt, um den dortigen Panda-Zwillingen vor ihrem Transport nach China noch ein letztes Mal nahe zu kommen. "Seit ihrer Geburt bin ich hierher gekommen, um sie zu sehen", sagte Zoobesucherin Nene Hashino, die eine Jacke mit einem Bild der beiden Pandas trug, der Nachrichtenagentur AFP. 

"Es ist so, als würden meine eigenen Kinder weit weg fahren", fügte die etwa 40 Jahre alte Frau hinzu. Dabei drückte sie ein Panda-Kuscheltier an sich.

Die Panda-Zwillinge Lei Lei und Xiao Xiao waren 2021 im Ueno-Zoo in der japanischen Hauptstadt zur Welt gekommen. Ihre Mutter Shin Shin war bereits 2024 aus gesundheitlichen Gründen nach China gebracht worden.

Vergangenen Monat hatte die Volksrepublik als Besitzer aller Pandas angekündigt, dass Japan die beiden Panda-Männchen zurückgeben müsse. Mittlerweile hätten die beiden Tiere ihre "Reise zur Rückkehr nach China" angetreten, sagte der chinesische Außenamtssprecher Guo Jiakun, am Dienstag. "Wie immer laden wir das japanische Publikum ein, sich die Riesenpandas in China anzuschauen", fügte er hinzu.

Die Entscheidung fiel infolge einer deutlichen Verschlechterung der chinesisch-japanischen Beziehungen wegen einer Äußerung von Japans neuer konservativer Regierungschefin Sanae Takaichi. Sie hatte gedroht, dass ihr Land militärisch einschreiten könne, wenn Peking gewaltsam versuche, die demokratisch regierte Insel Taiwan wieder unter seine Kontrolle zu bringen.

Lei Lei und Xiao Xiao waren im Rahmen von Chinas sogenannter Panda-Diplomatie an Japan ausgeliehen worden. Sie galten als Symbol der chinesisch-japanischen Freundschaft nach der Normalisierung der diplomatischen Beziehungen im Jahr 1972. Nach Angaben der Tokioter Stadtverwaltung war ursprünglich vorgesehen gewesen, dass die Leihgabe erst kommenden Monat endet. Medienberichten zufolge bemüht sich die Stadt Tokio nun darum, neue Pandas für ihren Zoo zu bekommen.

Am Sonntag hatten die 4400 Gewinner einer dafür organisierten Online-Lotterie die Pandas ein letztes Mal im Zoo von Tokio besuchen dürfen. Am Dienstag versammelten sich Fans mit Panda-Ansteckern, Panda-Hüten und anderen Kleidungsstücken mit den schwarz-weißen Bambusbären darauf vor dem Zoo, um den Abtransport von Lei Lei und Xiao Xiao live zu verfolgen.

Als der fensterlose Transporter an der Menge vorbeifuhr, schrien einige Fans auf. "Das ist so traurig", sagte der 37-jährige Daisaku Hirota. "Ich habe einen Teil meines Herzens verloren."

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