Wirtschaft

Lkw-Fahrer in Montenegro und Nordmazedonien beenden Blockade an EU-Außengrenze

  • AFP - 30. Januar 2026, 03:47 Uhr
Bild vergrößern: Lkw-Fahrer in Montenegro und Nordmazedonien beenden Blockade an EU-Außengrenze
Lkw-Blockade an der EU-Außengrenze in Serbien
Bild: AFP

Nach der Ankündigung einer Überarbeitung der EU-Regelung zur Ein- und Ausreise in den Schengenraum haben Lkw-Fahrer in Montenegro und Nordmazedonien eine Blockade an der EU-Außengrenze beendet. Die Blockade in Serbien und Bosnien dauerte weiter an.

Nach der Ankündigung einer Überarbeitung der EU-Regelung zur Ein- und Ausreise in den Schengenraum haben Lkw-Fahrer in Montenegro und Nordmazedonien am Donnerstag eine Blockade an der EU-Außengrenze beendet. Die Blockade in Serbien und Bosnien dauerte derweil weiter an.

Die von Speditionsverbänden koordinierten Protestaktionen hatte sich gegen das seit Oktober schrittweise eingeführte digitale Ein- und Ausreisesystem der EU für Drittstaatenangehörige gerichtet. Das Entry/Exit-System (EES) soll die Verwendung von Passstempeln abschaffen und Reisedaten und biometrische Informationen zentral für den gesamten Schengenraum erfassen - und so insbesondere den Schutz der EU-Außengrenzen verbessern. 

Laut der serbischen Handelskammer CCIS hatte es zuletzt wiederholt Festnahmen von Fahrern gegeben, die gegen die Regel verstoßen haben sollen, wonach der Aufenthalt in der EU auf 90 Tage innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen beschränkt ist. Zwar ist diese Begrenzung nicht neu. Durch das elektronische EES-System wird allerdings eine strengere Kontrolle dieser Vorgaben für Nicht-EU-Bürger möglich.

Am Donnerstag erklärte die EU-Kommission, sie werde "eng mit Mitgliedstaaten zusammenarbeiten, um pragmatische Lösungen zu finden, die verlängerte Kurzaufenthalte für ausgewählte Kategorien von Drittstaatenangehörigen ermöglichen." Das solle auch Lkw-Fahrer beinhalten. Speditionsverbände begrüßten den Schritt.

Laut EU-Daten ist die EU der wichtigste Handelspartner des Westbalkans und steht für über 60 Prozent des gesamten Handels in der Region. 2024 belief sich der Warenhandel zwischen der EU und dem Westbalkan auf über 83 Milliarden Euro.

Weitere Meldungen

Bundesrat befasst sich mit Gesetzen für mehr Verbraucherschutz

In seiner ersten Sitzung in diesem Jahr befasst sich der Bundesrat am Freitag mit mehreren Gesetzen zur Stärkung des Verbraucherschutzes (ab 09.30 Uhr). So sollen

Mehr
Trump will neuen Fed-Chef bereits am Freitag nominieren

US-Präsident Donald Trump will den neuen Chef der Notenbank Federal Reserve (Fed) bereits am Freitag nominieren. Er werde seine Entscheidung "morgen Früh" bekannt geben, sagte

Mehr
Verkauf von Erdöl an Kuba: Trump droht Staaten mit zusätzlichen Zöllen

US-Präsident Donald Trump hat Staaten wegen des Verkaufs von Erdöl an Kuba mit zusätzlichen Zöllen gedroht. Solche Zölle könnten auf Einfuhren aus Staaten, die "direkt oder

Mehr

Top Meldungen

Druck der USA: Venezuelas Parlament verabschiedet Gesetz zur Öffnung des Ölsektors

Nach entsprechenden Forderungen der US-Regierung hat das venezolanische Parlament ein Gesetz zur Öffnung seines Ölsektors für private Investoren verabschiedet. Die Reform sei

Mehr
Union dämpft Erwartungen an Long-Covid-Forschungsförderung

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der forschungspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Florian Müller (CDU), hat vor zu hohen Erwartungen an die 500 Millionen Euro

Mehr
Regierung sieht hohe Risiken durch US-Sanktionen gegen Rosneft

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundesregierung fürchtet Versorgungsrisiken mit Öl und Raffinerieprodukten, sollten die aktuell ausgesetzten US-Sanktionen für die

Mehr