Die Spitzen von Union und SPD prüfen einem Medienbericht zufolge einschneidende Maßnahmen zur Reduzierung des hohen Krankenstands. Wie "Bild" (Montagsausgabe) unter Berufung auf Koalitionskreise berichtete, speiste die Unionsseite in die Gespräche unter anderem die Idee ein, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zu reduzieren. So könnte der bisherige Zeitrahmen von sechs Wochen, in denen der Arbeitgeber den Lohn für einen kranken Arbeitnehmer weiter bezahlt, gekürzt werden.Â
Außerdem gebe es die Überlegung, dass Arbeitgeber nur noch einmal im Jahr Lohnfortzahlung leisten müssen, berichtete "Bild". Das hieße, wenn die Maximallänge erreicht ist, würde bei einem erneuten Krankheitsfall sofort die Krankenkasse mit dem niedrigeren Krankengeld einspringen müssen.
Zudem ist nach Angaben von "Bild" die Wiedereinführung des Karenztages im Gespräch. Das würde die Unternehmen finanziell entlasten. In Regierungskreisen werde aber darauf hingewiesen, dass "am Ende nur gilt, was insgesamt geeint wurde". Sicher sei, dass Deutschland "die höchste Zahl von Krankentagen in Europa hat". Beide Koalitionspartner würden das gerne nach unten drücken, hieß es.
Das Ringen der Koalitionsspitzen um eine Entlastung der Bürger von den hohen Energiekosten und gemeinsame Reformvorhaben war am Wochenende zunächst ohne öffentlich bekannt gewordenes Ergebnis geblieben. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), die SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas sowie CSU-Chef Markus Söder und andere Teilnehmende berieten ohne inhaltliche Stellungnahmen.
Politik
Bericht: Regierung diskutiert Reduzierung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
- AFP - 13. April 2026, 02:24 Uhr
Die Spitzen von Union und SPD prüfen einem Medienbericht zufolge einschneidende Maßnahmen zur Reduzierung des hohen Krankenstands. Unter anderem wird demnach überlegt, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zu reduzieren.
Weitere Meldungen
Als Höhepunkt seiner Kamerun-Reise hat Papst Leo XIV. nach Angaben des Vatikans vor mehr als 120.000 Menschen eine Messe gefeiert. Mit "Viva il Papa"-Rufen empfing eine jubelnde
MehrNach dem Wahlsieg der ungarischen Opposition unter Peter Magyar zeichnet sich eine geordnete Machtübergabe ab. Eine EU-Delegation reiste am Freitag nach Budapest, um mit
MehrKanzler Friedrich Merz hat sich "sehr zufrieden" mit den Plänen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (beide CDU) zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung gezeigt.
MehrTop Meldungen
Washington (dts Nachrichtenagentur) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat den in Deutschland geplanten Tankrabatt kritisiert. "Solche Maßnahmen sind problematisch", sagte
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die mögliche Abschaffung eines Feiertags als Beitrag zur Bewältigung der aktuellen Krise ist laut stellvertretendem Regierungssprecher Steffen
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Verbraucherzentrale Bundesverband warnt angesichts drohender Kerosin-Knappheit vor Insolvenzen von Fluggesellschaften und Schäden für
Mehr














