Brennpunkte

Teheran: US-Teilblockade der Straße von Hormus verletzt Souveränität des Iran

  • AFP - 14. April 2026, 06:18 Uhr
Bild vergrößern: Teheran: US-Teilblockade der Straße von Hormus verletzt Souveränität des Iran
Iravani vergangene Woche im UN-Sicherheitsrat
Bild: AFP

Die US-Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus stellt nach den Worten des iranischen Botschafters an die Vereinten Nationen eine 'schwere Verletzung' der 'Souveränität und territorialen Integrität' des Iran dar.

Die US-Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus stellt nach den Worten des iranischen Botschafters an die Vereinten Nationen eine "schwere Verletzung" der "Souveränität und territorialen Integrität" des Iran dar. Die "rechtswidrige" Blockade sei außerdem "eine schwerwiegende Verletzung der grundlegenden Prinzipien des internationalen Seerechts", schrieb Irans UN-Botschafter Amir Saeid Iravani in einem an UN-Generalsekretär António Guterres adressierten Brief, der der Nachrichtenagentur AFP am Montag (Ortszeit) vorlag.

Iravani schrieb weiter, die US-Teilblockade "stellt eine ernste Bedrohung für den Weltfrieden und die internationale Sicherheit dar und verschärft offensichtlich das Eskalationsrisiko in einer bereits hochgradig instabilen Region." In einem zweiten Brief rief er zudem die Länder der Region, die US-Militärstützpunkte beherbergen, dazu auf, "ihre völkerrechtswidrigen Handlungen einzustellen". Bahrain, Saudi-Arabien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Jordanien sollten "Entschädigung für alle materiellen und moralischen Schäden leisten", schrieb Irans UN-Botschafter.

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump den Beginn der Teilblockade verkündet. Mehr als 15 US-Kriegsschiffe beteiligten sich nach Angaben eines hochrangigen Regierungsvertreters in Washington an der Blockade. Trump hatte die Maßnahme nach dem Scheitern der direkten Verhandlungen mit dem Iran am Wochenende in Pakistan angekündigt. Als Grund nannte der US-Präsident Teherans Weigerung, Zugeständnisse beim iranischen Atomprogramm zu machen.

Guterres hatte am Montag "alle Parteien" im Iran-Krieg dazu aufgefordert, eine freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu gewährleisten. Im Einklang mit dem Völkerrecht müsse "die Freiheit der Schifffahrt auch in der Straße von Hormus" respektiert werden.

Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Zudem beschoss der Iran Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker. Diese Entwicklungen ließen weltweit die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.

Weitere Meldungen

Merz empfängt Selenskyj zu deutsch-ukrainischen Konsultationen

Im Bundeskanzleramt in Berlin werden am Dienstag deutsch-ukrainische Regierungskonsultationen abgehalten. Wie ein Regierungssprecher am Morgen bestätigte, empfängt Bundeskanzler

Mehr
Kabelschaden legt Gelsenkirchener Hauptbahnhof lahm - Polizei prüft Sabotage

Ein beschädigtes Kabel hat am Dienstag den Hauptbahnhof von Gelsenkirchen lahmgelegt. Das Kabel in der Nähe des alten Güterbahnhofs sei in der Nacht gegen 01.00 Uhr von

Mehr
SPD-Fraktionsvize Möller gegen neue Taurus-Debatte

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die stellvertretende Fraktionsvize der SPD-Fraktion im Bundestag, Siemtje Möller, hat mehr Unterstützung für die Ukraine gefordert und

Mehr

Top Meldungen

Über die Hälfte der importierten seltenen Erden kommt aus China

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Deutschland hat im Jahr 2025 mehr seltene Erden importiert als im Jahr zuvor. Die eingeführte Menge der begehrten Metalle stieg um 4,9

Mehr
Großhandelspreise im März deutlich gestiegen

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Die Verkaufspreise im deutschen Großhandel sind im März 2026 um 4,1 Prozent höher gewesen als im März 2025. Das teilte das Statistische

Mehr
Greenpeace kritisiert Spritpläne der Bundesregierung

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Greenpeace kritisiert die geplanten Entlastungen der Koalition für Autofahrer scharf. "Die Bundesregierung steuert das Land mit diesem Paket

Mehr