Saarbrücken (dts Nachrichtenagentur) - Forscher der Universität des Saarlandes und des Max-Planck-Instituts für Softwaresysteme haben nachgewiesen, dass Menschen und große Sprachmodelle auf komplexen oder irreführenden Programmcode erstaunlich ähnlich reagieren. Wie die Universität am Donnerstag mitteilte, zeigten sowohl menschliche Testpersonen als auch KI-Systeme an denselben Stellen im Code erhöhte Unsicherheit.
In der Studie verglichen die Wissenschaftler die Hirnaktivität von Probanden, die mit EEG und Eye-Tracking gemessen wurde, mit der Vorhersageunsicherheit von Sprachmodellen. Dabei stellten sie fest, dass die sogenannte "Late Frontal Positivity" im Gehirn genau dort anstieg, wo auch die KI-Modelle Unsicherheitssprünge zeigten. Die Übereinstimmung zwischen menschlicher Hirnaktivität und KI-Unsicherheit war den Forschern zufolge "signifikant".
Auf Basis dieser Erkenntnisse entwickelten die Forscher ein datengetriebenes Verfahren, das unklare Stellen im Code automatisch erkennt. Der Algorithmus identifizierte in Tests erfolgreich über 60 Prozent der bekannten verwirrenden Strukturen und entdeckte mehr als 150 neue Muster.
Die aktuell als Pre-print veröffentlichte Studie wurde bei der "International Conference on Software Engineering" (ICSE), einer der weltweit führenden Fachkonferenzen im Bereich der Softwareentwicklung, zur Veröffentlichung akzeptiert. Die Konferenz wird im April 2026 in Rio de Janeiro stattfinden.
Technologie
Studie: Menschen und KI reagieren ähnlich auf verwirrenden Code
- dts - 27. November 2025, 11:20 Uhr
.
Weitere Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und US-Präsident Donald Trump sind nach Angaben der Bundesregierung "regelmäßig im Austausch" - und das
MehrBrüssel (dts Nachrichtenagentur) - Die Europäische Kommission will, dass die EU-Mitgliedsstaaten im Mobilfunk vollständig auf die Netzwerktechnik chinesischer Hersteller wie
MehrBrüssel (dts Nachrichtenagentur) - Die EU-Kommission plant, Maßnahmen gegen Elon Musks KI-Chatbot Grok zu ergreifen. Das schreibt das "Handelsblatt" in seiner Dienstagsausgabe
MehrTop Meldungen
Washington/Asuncion (dts Nachrichtenagentur) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat großes Lob für die Entwicklung in Paraguay - und gibt weiteres Geld frei. Nach einer
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Im Jahr 2025 sind die Kapitalzuflüsse nach Deutschland erstmals seit 2003 wieder größer gewesen als die Kapitalabflüsse. Das geht aus einer
MehrDie Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn (DB) und der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) laufen nach Angaben des Unternehmens "weiter sachlich und konstruktiv".
Mehr














