Politik

Erster Auftritt nach Wahl-Debakel: Trump signiert Stahlträger seines Ballsaals

  • AFP - 4. November 2026, 19:41 Uhr
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Ballsaal-Baustelle: Trump signiert einen Stahlträger
Bild: AFP

Der erste Auftritt von US-Präsident Donald Trump nach dem Kongresswahl-Debakel hat ihn in die Baustelle des Ballsaals am Weißen Haus geführt. Trump pries dort am Mittwoch die Qualität des Fußboden-Marmors und signierte einen Stahlträger.

Der erste Auftritt von US-Präsident Donald Trump nach dem Debakel bei den Kongresswahlen hat ihn auf die Baustelle des Ballsaals am Weißen Haus geführt. Trump pries dort am Mittwoch die Qualität des Fußboden-Marmors und die geplanten Küchen und signierte einen Stahlträger, auf dem sich bereits zahlreiche Bauarbeiter verewigt hatten. Dazu nutzte der 80-Jährige wie üblich einen dicken schwarzen Filzstift.

"Heute ist ein Tag zum Feiern!", verkündete Innenminister Doug Burgum einen Tag nach der Niederlage von Trumps Republikanern bei den Kongresswahlen und lobte Trumps Qualitäten als Baumeister. Der Präsident sagte, der Ballsaal werde "der schönste, den man auf der Welt findet". Er werde "größer als die Große Halle des Volkes" in Peking, wo ihn Chinas Präsident Xi Jinping im Mai mit militärischen Ehren empfangen hatte. Trump pries zudem die anderen Bauprojekte, mit denen er "Washington verschönern" will. Dazu zählt ein riesiger Triumphbogen am Nationalfriedhof in Arlington, um den ein juristischer Streit tobt.

Der frühere Präsident Barack Obama hatte im Wahlkampf gescherzt, der Immobilienmogul Trump sei besessen von "Hausrenovierungen". Er habe "Goldmedaillen mit Superkleber am Kamin im Oval Office befestigt", den Rosengarten zugepflastert und "einen Ballsaal gebaut, der größer ist als das Weiße Haus".

Trump hatte im Oktober 2025 den historischen Ostflügel des Weißen Hauses abreißen lassen, um Platz für einen Ballsaal für bis zu tausend Gäste zu schaffen. Nach einem monatelangen Gerichtsstreit billigte der Oberste Gerichtshof in Washington den Weiterbau des Ballsaals Ende August bis auf Weiteres.

Nach Angaben des Präsidenten wird  das Vorhaben vollständig privat finanziert. US-Medien berichteten dagegen, dass ein großer Teil der auf bis zu 600 Millionen Dollar geschätzten Kosten von den Steuerzahlern getragen werden könnte. Denkmalschützer werfen der Trump-Regierung zudem vor, gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen umgangen und keine Zustimmung des Kongresses für den Abriss eingeholt zu haben.

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