Im Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie haben sich am Mittwoch erneut tausende Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt. Die IG Metall in Baden-Württemberg meldete bis zum frühen Nachmittag 15.000 Warnstreikende aus 70 Betrieben. In Nordrhein-Westfalen sprach die Gewerkschaft von 11.300 Teilnehmenden aus 168 Betrieben, in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt von über 6000.
Alleine 3500 Menschen beteiligten sich den Angaben nach in Stuttgart-Zuffenhausen bei Porsche an einer IG-Metall-Aktion. In Siegen kamen 1200 Beschäftigte au 26 Betrieben zu einer gemeinsamen Demonstration. In Salzgitter demonstrierten laut IG Metall über 1.800 Beschäftigte, etwa von MAN Truck & Bus, Bosch, Alstom, Magna und Stoll. Eine bundesweite Gesamtzahl gibt es nicht; diese will der Vorstand der Gewerkschaft am Freitag mitteilen.
Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld für Beschäftigte und Auszubildende bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, eine soziale Komponente für niedrigere Entgeltgruppen sowie eine Gewinnbeteiligung in wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmen. Zudem will die Gewerkschaft über die Sicherung von Arbeitsplätzen sprechen.
Die Arbeitgeber bieten bislang eine Einmalzahlung von einem Prozent des durchschnittlichen tariflichen Jahresbruttoeinkommens im Juli 2027 sowie eine dauerhafte Lohnerhöhung um 1,3 Prozent ab Juli 2028 an. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll bis Ende 2028 reichen. Die Forderungen der Gewerkschafter wiesen sie als "nicht verantwortbar" zurück.
Die Friedenspflicht in der Branche war in der Nacht auf Sonntag ausgelaufen, kurz darauf begannen am frühen Sonntagmorgen erste Warnstreiks. Die IG Metall hat Arbeitsniederlegungen in mehr als 2000 Betrieben in dieser Woche angekündigt.
Wirtschaft
IG Metall: Erneut tausende Warnstreikteilnehmer in Metall- und Elektroindustrie
- AFP - 4. November 2026, 15:55 Uhr
Im Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie haben sich am Mittwoch erneut tausende Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt. Die IG Metall in Baden-Württemberg meldete bis zum frühen Nachmittag 15.000 Warnstreikende aus 70 Betrieben.
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