Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Frontfrau von Fridays for Future in Deutschland, Luisa Neubauer, freut sich nach eigener Aussage nicht über die hohen Spritpreise.
"Natürlich nicht, denn was wir ja brauchen, ist eine Mobilität, die es Menschen ermöglicht, nachhaltig von A nach B zu kommen", sagte Neubauer den Sendern RTL und ntv. "Was jetzt gerade passiert, ist, dass Menschen an den Zapfsäulen den Preis dafür bezahlen, dass unser ganzes Mobilitätssystem bisher nicht nachhaltig ist." Sie setze sich dafür ein, dass Menschen Bus oder Bahn nehmen könnten, anstatt "Ölautokraten" Geld überweisen zu müssen.
Zur Entlastung forderte Neubauer ein günstigeres Deutschlandticket. Der Tankrabatt koste in zwei Monaten so viel wie das Ticket in einem ganzen Jahr und werde womöglich nicht einmal wirken. Man entlaste damit Menschen, die sich ein Auto leisten und die längsten Strecken fahren würden.
Die Klimaaktivistin warf der Politik vor, sich zu weigern, aus der letzten Krise von 2022 zu lernen. "Auf welche Energiekrise wartet die Bundesregierung, bis sie mal ehrlich zugibt, dass unser System so nicht funktioniert, nicht belastbar und nicht zukunftsfähig ist." Derzeit blockiere Wirtschaftsministerin Reiche die Energiewende. Dadurch werde Deutschland noch mehr erneuerbare Industrie nach China verlieren und noch abhängiger von "Ölautokraten". "Das ist so eine abgrundtiefe Enttäuschung."
Wirtschaft
Klimaaktivistin Neubauer freut sich nicht über hohe Spritpreise
- dts - 16. April 2026, 12:22 Uhr
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