Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der 1.400 Seiten starke "Operationsplan Deutschland" ist das zentrale Papier, mit dem sich Deutschland gegen einen möglichen russischen Angriff wappnen will. Er sieht vor, dass sich auch die zivile Seite bis 2029 auf einen Krieg vorbereiten soll. Wer aber zahlt, wenn beispielsweise die Landkreise größere Treibstofflager anlegen? Dazu bahnt sich ein Streit zwischen Bund und Kommunen an.
In einem Papier des Bundesinnenministeriums heißt es laut dem "Spiegel", dass "die umfassende Unterstützung der Streitkräfte durch zivile Behörden" seit je "zentraler Pfeiler der Gesamtverteidigung" sei. Eine generelle Pflicht für den Bund, die Kosten zu tragen, gebe es deshalb nicht. Die Länder, als Vertreter der Kommunen, müssten dem Bund im Einzelfall nachweisen, dass eine zusätzliche Ausgabe spezifisch mit dem Verteidigungsfall zu tun habe. Gehe es dagegen um die Gefahrenabwehr, etwa den Katastrophenschutz, sei das Sache der Länder und Kommunen.
Der Deutsche Landkreistag, Spitzenorganisation der Landkreise, kündigte dazu eine Prüfung an. "Nach erster Einschätzung sind insbesondere die pauschalen Äußerungen zur Kostentragung zu hinterfragen", heißt es in einer internen Stellungnahme. Hauptargument der Kommunen ist die Lesart einer Bund-Länder-Absprache von 1997, wonach für die zivile Alarmplanung nur noch die obersten Landesbehörden eine Rolle spielen sollten, nicht die Kommunen. Dem widerspricht nun das Innenministerium.
Brennpunkte
Streit um Kosten für zivile Unterstützung der Streitkräfte
- dts - 29. Januar 2026, 13:00 Uhr
.
Weitere Meldungen
Das Landgericht Bochum hat einen 56-Jährigen wegen der Tötung eines Bekannten zu neun Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde er wegen Totschlag, wie
MehrDie als NSU-Mittäterin verurteilte Beate Zschäpe hat erneut im Prozess gegen eine mutmaßliche Unterstützerin der rechtsextremen Zelle ausgesagt. Vor dem Oberlandesgericht
MehrDer Prozess um den mutmaßlich islamistisch motivierten Messerangriff vor einer Kneipe in Bielefeld beginnt am 2. März am Oberlandesgericht Düsseldorf. Angeklagt ist ein heute
MehrTop Meldungen
Brüssel (dts Nachrichtenagentur) - Die EU-Außenminister haben neue Sanktionen gegen den Iran beschlossen. Übereinstimmenden Berichten zufolge richten sich die Strafmaßnahmen
MehrDer russische Öl-Konzern Lukoil, der wegen des Ukraine-Kriegs von Washington mit Sanktionen belegt wurde, will seine Auslandsgeschäfte an einen US-Investor verkaufen. Die
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Wie die Bundesnetzagentur geht auch die Bundesregierung derzeit nicht von einer Gasmangellage in diesem Winter aus. "Die Gasversorgungssicherheit
Mehr














