Die Pläne der Bundesregierung zur Erleichterung des Abschusses von Wölfen sind im Bundesrat auf Zuspruch gestoßen. Durch die Rückkehr des Wolfs seien insbesondere im ländlichen Raum "Sorge und Unbehagen gestiegen", sagte der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) am Freitag in der Länderkammer in Berlin. Der Umgang mit dem Wolf, der vielen Herdenhaltern großen Schaden zufüge, sei eine "rechtliche und politische Herausforderung" bei der es auch um die "Handlungsfähigkeit des Staates" gehe.
Der im Dezember vom Bundeskabinett verabschiedete Gesetzentwurf schaffe hier Sicherheit, sagte Lies. Dem Entwurf zufolge soll der Wolf ins Bundesjagdgesetz aufgenommen werden. Dies gäbe den Bundesländern die Möglichkeit, in Regionen mit hoher Wolfsdichte und einem günstigen Erhaltungszustand ein "Bestandsmanagement" einzuführen - also Abschüsse zu ermöglichen.
Der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus (SPD), bezeichnete die Rückkehr des Wolfs nach Deutschland als "Erfolgsstory für den Artenschutz". "Auf der anderen Seite machen sich die Menschen aber Sorgen", sagte er im Bundesrat. Deshalb brauche es ein Gesetz, das "ein faires und gutes Miteinander zwischen Wolf, Nutztieren und Menschen im ländlichen Raum" ermögliche. Dazu gehöre, dass "der schadstiftende Wolf rechtssicher entnommen werden" könne.
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) mahnte in seiner Rede im Bundesrat, das Gesetz schnell parlamentarisch zu verabschieden und in Kraft treten zu lassen. "Mit der Rückkehr des Wolfs haben sich die Bedingungen für die Weidetierhaltung grundlegend geändert", sagte der Minister. Viele Halter stünden wegen des Wolfs "vor existenzbedrohenden Problemen". Von dem Gesetzentwurf gehe ein "politisches Signal" aus: "Der Schutz von Weidetieren steht dem Schutz des Wolfs gleichbedeutend gegenüber."
Hintergrund ist, dass die Wolfsbestände in Europa in den vergangenen zehn Jahren stark gewachsen sind - laut Bundeslandwirtschaftsministerium von gut 11.000 Tieren im Jahr 2012 auf über 20.000 im Jahr 2023. Parallel dazu stieg auch die Zahl der Wolfsrisse.
Wirtschaft
Lob im Bundesrat für Gesetzentwurf zu Wolf-Abschüssen
- AFP - 30. Januar 2026, 11:29 Uhr
Die Pläne der Bundesregierung zur Erleichterung des Abschusses von Wölfen sind im Bundesrat auf Zustimmung gestoßen. Durch die Rückkehr des Wolfes seien insbesondere im ländlichen Raum 'Sorge und Unbehagen gestiegen'.
Weitere Meldungen
US-Präsident Donald Trump hat in seiner Fehde gegen Kuba nachgelegt. Er drohte Staaten, die Erdöl an Kuba liefern, mit zusätzlichen Zöllen. In einem am Donnerstag
MehrOb Goldschmuck oder Münzen: Wer angesichts des derzeitigen Kurshochs für das Edelmetall Altgold loswerden möchte, sollte nach Angaben des Verbraucherportals Finanztip einiges
MehrIn seiner ersten Sitzung in diesem Jahr befasst sich der Bundesrat am Freitag mit mehreren Gesetzen zur Stärkung des Verbraucherschutzes (ab 09.30 Uhr). So sollen
MehrTop Meldungen
Stuttgart (dts Nachrichtenagentur) - Der Automobilzulieferer Bosch hat im vergangenen Jahr einen deutlichen Rückgang seines operativen Gewinns verzeichnet. Das operative Ergebnis
MehrWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Die bundesweite jährliche Inflationsrate, die im Dezember bei 1,8 Prozent gelegen hatte, dürfte im Januar wieder angestiegen sein. Darauf
MehrDeutschlands Wirtschaft ist im vierten Quartal 2025 leicht gestiegen: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahm im Vergleich zum dritten Quartal preis-, saison- und kalenderbereinigt um
Mehr














