Leistenkrokodile sind in der Vergangenheit mindestens 3000 Kilometer über den offenen Indischen Ozean bis zur Inselgruppe der Seychellen gelangt. Das ergaben DNA-Untersuchungen zur Evolutionsgeschichte der größten lebenden Krokodilart, wie die Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns (SNSB) am Mittwoch in München mitteilten. Wissenschaftler analysierten dabei Genmaterial des ausgestorbenen Seychellenkrokodils.
Laut Untersuchung bildeten die nach der dauerhaften Besiedlung der abgelegenen Inseln im 18. Jahrhundert innerhalb weniger Jahrzehnte ausgerotteten Seychellenkrokodile keine eigene Art. Es handelte sich vielmehr um die westlichste Population des Leistenkrokodils, das von Indien über Australien bis zu den Salomonen-Inseln im Pazifik vorkommt.
Leistenkrokodile werden auch Salzwasserkrodile genannt und leben in Küstengewässern, Flüssen und Sümpfen. Es ist bekannt, dass sie weite Strecken im Meer zurücklegen. Sie verfügen über spezielle Drüsen zur Salzausscheidung und können damit lange in Salzwasser leben. Mit einem Gewicht von bis zu einer Tonne sind sie die größten lebenden Krokodile.
Die Ergebnisse wiesen auf die "große Mobilität dieser Art" hin, betonte Studienhauptautor Frank Glaw. Die ersten Krokodile müssten mindestens dreitausend Kilometer durch den Indischen Ozean getrieben sein, um die Seychellen zu erreichen. "Vielleicht auch noch viel weiter", fügte der Reptilienexperte der SNSB an.
An der Studie, für die unter anderem historische Museumsexemplare untersucht wurden, beteiligten sich auch Forschende von den Seychellen. Veröffentlicht wurde sie in dem Fachblatt Royal Society Open Science.
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DNA-Analysen: Leistenkrokodile schwammen mindestens 3000 Kilometer durch Ozean
- AFP - 28. Januar 2026, 14:01 Uhr
Leistenkrokodile sind in der Vergangenheit mindestens 3000 Kilometer über den offenen Indischen Ozean bis zur Inselgruppe der Seychellen gelangt. Das ergaben DNA-Untersuchungen zur Evolutionsgeschichte der größten heute noch lebenden Krokodilart.
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