Politik

"Blaue Welle" der Demokraten auch in den Parlamenten vieler US-Bundesstaaten

  • AFP - 5. November 2026, 10:23 Uhr
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Sonnenaufgang nach den US-Kongresswahlen
Bild: AFP

Die 'blaue Welle', mit der die Demokraten die Mehrheit im US-Kongress zurückerobert haben, hat sich auch auf Ebene der Bundesstaaten fortgesetzt. In mindestens fünf Bundesstaaten gewannen sie die Mehrheit in beiden Parlamentskammern und das Gouverneursamt.

Die "blaue Welle", mit der die Demokraten die Mehrheit im US-Kongress zurückerobert haben, hat sich auch auf Ebene der Bundesstaaten fortgesetzt: Laut Daten der Organisation "State Navigate" vom späten Mittwochabend (Ortszeit) entrissen die Demokraten den Republikanern die Mehrheit in den Parlamenten von mindestens elf Bundesstaaten. In mindestens fünf Bundesstaaten gewannen sie demnach die Mehrheit in beiden Parlamentskammern und stellen zusätzlich auch den Gouverneur oder die Gouverneurin.

Für die Demokraten zeichne sich "der größte Netto-Zuwachs an Abgeordnetensitzen auf Ebene der Bundesstaaten seit Beginn des 21. Jahrhunderts" ab, sagte Chaz Nuttycombe von "State Navigate" der Nachrichtenagentur AFP. "Das ist keine blaue Welle, es ist eine blaue Überschwemmung."

Die Demokraten eroberten sowohl die Gouverneursämter als auch die Mehrheit in beiden Parlamentskammern in Wisconsin, Michigan, Minnesota, Pennsylvania und Nevada. Laut Prognosen vom frühen Donnerstagmorgen könnte ihnen dies zudem auch in Arizona gelingen. Damit könnten die Demokraten auf Ebene der Bundesstaaten ihre Vorhaben in vielen Bereichen durchsetzen, die den Wählern besonders wichtig sind, wie der Politologe Thad Kousser von der Universität in San Diego sagte. 

"Die wichtigsten Themen für den Alltag der Amerikaner sind Sachen wie Bildung, Strafverfolgung und Gesundheitsversorgung, und in diesen Bereichen werden die Entscheidung hauptsächlich auf Ebene der Bundesstaaten getroffen", erläuterte Kousser. "Die Regierungen der Bundesstaaten sind wesentlich effizienter als der US-Kongress und können wirklich etwas bewirken", ergänzte Chaz Nuttycombe von "State Navigate". 

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