Die Zahl der Privathaushalte in Deutschland wird bis zum Jahr 2050 sinken, zugleich steigt die Zahl der Einpersonenhaushalte. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, geht die Zahl der Privathaushalte von 41,8 Millionen im Ausgangsjahr 2024 um zwei bis fünf Prozent auf 40,9 bis 39,7 Millionen im Jahr 2050 zurück - je nach Bevölkerungsentwicklung bei Geburten, Lebenserwartung und Zuwanderung. Gleichzeitig steigt der Anteil der Menschen, die alleine leben, von 21 Prozent auf 23 bis 24 Prozent.
In seiner so genannten Haushaltsvorausberechnung geht das Statistische Bundesamt von zwei Varianten aus: einerseits von einer moderaten Entwicklung von Geburten, Lebenserwartung und Zuwanderung und andererseits von der Annahme einer relativ alten Bevölkerung.
Mit dem erwarteten Rückgang würde sich der seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 beobachtete Anstieg der Zahl privater Haushalte umkehren. Nur bei einer zukünftig relativ jungen Bevölkerung - also einer deutlich steigenden Geburtenrate kombiniert mit einer hohen Nettozuwanderung - wird die Zahl der Privathaushalte bis 2050 nicht unter das Ausgangsniveau des Jahres 2024 fallen (plus ein Prozent).
Einpersonenhaushalte machen mit rund 21 Prozent bereits heute die größte Gruppe unter den Privathaushalten aus. Ihre Zahl wird nach der neuen Haushaltsvorausberechnung von 17,9 Millionen im Jahr 2024 auf 18,5 Millionen (relativ alte Bevölkerung) bis 19,2 Millionen (relativ junge Bevölkerung) im Jahr 2050 steigen.
Dabei nimmt die Zahl der Einpersonenhaushalte bei den 20- bis unter 40-Jährigen voraussichtlich ab. Ursachen dafür sind unter anderem der Rückgang der Bevölkerung in dieser Altersgruppe sowie tendenziell immer spätere Familiengründungen. Bei den 40- bis unter 60-Jährigen fallen die Veränderungen je nach Berechnungsvariante unterschiedlich aus.
Für die Altersgruppen ab 60 Jahren ergeben sich Zuwächse bei der Zahl der Einpersonenhaushalte. Besonders stark sind die Anstiege bei den 60- bis unter 70-Jährigen sowie den Hochaltrigen (80 Jahre und älter).
Brennpunkte
Im Jahr 2050 wird fast jeder Vierte in Privathaushalten alleine wohnen
- AFP - 5. November 2026, 10:34 Uhr
Die Zahl der Privathaushalte in Deutschland wird bis zum Jahr 2050 sinken. Damit würde sich der seit der Wiedervereinigung beobachtete Anstieg umkehren. Zugleich steigt die Zahl der Einpersonenhaushalte.
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