Fünf Monate nach Schüssen auf einen Polizisten bei einer Auseinandersetzung zwischen Großfamilien in Göttingen ist der jugendliche mutmaßliche Schütze angeklagt worden. Die Staatsanwaltschaft im niedersächsischen Braunschweig wirft dem zur Tatzeit 16-Jährigen unter anderem versuchten Totschlag vor, wie sie am Freitag mitteilte. Der Beamte wurde schwer verletzt, das Geschehen sorgte im Juni für Aufsehen.
Der Vorfall ereignete sich nach früheren Behördenangaben bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Angehörigen von zwei rivalisierenden Großfamilien an einer zentralen Straßenkreuzung in Göttingen. Der Jugendliche soll mit einer scharfen Waffe geschossen und den Polizisten getroffen haben. Er stellte sich wenige Tage später auf einer Polizeiwache und kam in Untersuchungshaft.
Über die Zulassung der Anklage entscheidet nun zunächst eine Jugendkammer des Landgerichts Göttingens. Erst dann steht fest, ob es zum Prozess kommt. Dem Jugendlichen werden auch gefährliche Körperverletzung sowie unterlaubter Umgang mit einer Waffen und Munition vorgeworfen. Die Ermittlungen führte die Zentralstelle zur Bekämpfung krimineller Clanstrukturen bei der Staatsanwaltschaft in Braunschweig.
Brennpunkte
Schüsse auf Polizist bei Familienfehde in Göttingen: Anklage gegen Jugendlichen
- AFP - 6. November 2026, 13:52 Uhr
Nach Schüssen auf einen Polizisten bei einer Auseinandersetzung zwischen Großfamilien in Göttingen ist der mutmaßliche Schütze angeklagt worden. Er war zur Tatzeit erst 16 Jahre alt, es geht um versuchten Totschlag.
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