Polizisten haben an der Universität im nordhessischen Kassel einen besetzten Hörsaal geräumt. Rund 50 Menschen mussten aus dem Saal gebracht werden, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Demnach waren am Mittwochnachmittag rund hundert Menschen aus Protest in den Hörsaal eingedrungen. Hintergrund war die Abschaffung der sogenannten Zivilklausel der Universität, womit der Hochschule eine Zusammenarbeit mit Rüstungsunternehmen ermöglicht wurde.
Die Universitätsleitung stellte Strafantrag wegen Hausfriedensbruch. Trotz mehrfacher Aufforderung der Beamten verließen die Protestierenden den Hörsaal nicht. In der Nacht zum Donnerstag räumten die Einsatzkräfte den Raum schließlich. Der Einsatz dauerte bis zum frühen Morgen. Die zu diesem Zeitpunkt noch 47 Menschen im Hörsaal wehrten sich teilweise erheblich dagegen.
Sechs von ihnen hatten sich auf einen innen liegenden Fenstersims in etwa fünf Metern Höhe gesetzt und mussten von Spezialkräften auf den Boden zurückgebracht werden. Sechs Polizisten wurden bei dem Einsatz leicht verletzt. Gegen drei Besetzer wird nun wegen eines tätlichen Angriffs auf Polizisten ermittelt. Zudem wird gegen alle 47 Besetzer wegen Hausfriedensbruch ermittelt.
An einer Versammlung an der Uni nahmen am Mittwoch rund 200 Menschen teil. Davon blieben etwa 40 auch über Nacht auf dem Gelände und setzten ihren Protest fort.
Brennpunkte
Protest gegen Rüstungsunternehmen: Besetzter Hörsaal in Kassel geräumt
- AFP - 5. November 2026, 09:05 Uhr
Polizisten haben an der Universität im nordhessischen Kassel einen besetzten Hörsaal geräumt. Rund 50 Menschen mussten aus dem Saal gebracht werden, wie die Polizei mitteilte.
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