Vor dem Oberlandesgericht im niedersächsischen Celle hat am Montag ein Prozess gegen ein mutmaßliches Mitglied der radikalislamischen Hisbollah-Miliz begonnen. Das teilte ein Gerichtssprecherin mit. Der 51-Jährige soll laut Anklage mehrere Jahre lang im Libanon und in Syrien als Elektrotechniker an der Wartung von Raketen und Raketenabwehrsystemen der Miliz gearbeitet haben. Ihm wird Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Diese kämpft gegen Israel.
Der aus dem niedersächsischen Landkreis Schaumburg stammende Mann soll sich laut Generalstaatsanwaltschaft Celle spätestens ab 2013 für die Hisbollah engagiert und von 2016 bis 2022 im Libanon und Syrien als Techniker für sie tätig gewesen sein. Demnach floh er 2022 zurück nach Deutschland, weil ihn die Hisbollah wegen Spionageverdachts inhaftierte.
Für den Prozess sind zunächst noch drei weitere Verhandlungstage bis 2. Juli angesetzt, bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung. Die Hisbollah ist eine islamistische Miliz, die vom Iran unterstützt wird. Ihr erklärtes Ziel ist die Vernichtung Israels. Die Hisbollah ist im Libanon beheimatet. In Deutschland ist sie seit 2020 verboten, strafrechtlich gilt sie als terroristische Vereinigung.
Brennpunkte
Mutmaßlich Raketen für Hisbollah gewartet: Prozess in Niedersachsen begonnen
- AFP - 22. Juni 2026, 11:41 Uhr
Vor dem Oberlandesgericht im niedersächsischen Celle hat ein Prozess gegen ein mutmaßliches Mitglied der radikalismalischen Hisbollah-Miliz begonnen. Der 51-Jährige soll laut Anklage jahrelang Raketen und Raketenabwehrsysteme gewartet haben.
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