Den Haag (dts Nachrichtenagentur) - Unter Führung der europäischen Polizeibehörde Europol sind die Sicherheitsbehörden in mehreren Ländern im Rahmen einer koordinierten Aktion gegen Propaganda der Iranischen Revolutionsgarde vorgegangen.
Insgesamt seien 14.200 Beiträge im Internet ins Visier genommen worden, die mit der Iranischen Revolutionsgarde in Verbindung stünden, teilte Europol am Montag mit. Die Aktion wurde demnach von der EU Internet Referral Unit (EU IRU) geleitet und zielte darauf ab, die Online-Präsenz der Gruppe zu identifizieren und zu stören, die zur Verbreitung von Propaganda, zur Rekrutierung von Unterstützern und zur Beschaffung von Geldern genutzt wurde.
Insgesamt beteiligten sich 19 Länder an der Aktion, darunter Deutschland und Frankreich, aber auch die USA. Die Behörden arbeiteten zwischen dem 13. Februar und dem 28. April in synchronisierten Phasen, sammelten Informationen, überprüften Ziele und führten gemeinsame Meldungen an Online-Plattformen durch. Die Propaganda wurde in mehreren Sprachen verbreitet, darunter Arabisch, Englisch und Spanisch. Die IRGC nutzte ein Netzwerk von Hosting-Dienstleistern in verschiedenen Ländern, um ihre Online-Aktivitäten aufrechtzuerhalten.
Die Europäische Union hatte das IRGC am 19. Februar 2026 offiziell als terroristische Organisation eingestuft, was es den Strafverfolgungsbehörden ermöglicht, gegen die Aktivitäten ihrer Mitglieder und unterstützenden Einheiten in der EU vorzugehen.
Brennpunkte
Europol geht gegen Propaganda der Iranischen Revolutionsgarde vor
- dts - 18. Mai 2026, 11:10 Uhr
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