Wirtschaft

Ryanair meldet starkes Gewinnplus - Ausblick unsicher

  • AFP - 18. Mai 2026, 10:11 Uhr
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Die Billig-Airline Ryanair hat in ihrem Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr ein deutliches Gewinnplus verbucht. Der Überschuss fiel mit 2,174 Milliarden Euro rund 35 Prozent höher aus als im Vorjahr, wie das irische Unternehmen am Montag mitteilte.

Die Billig-Airline Ryanair hat in ihrem Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr ein deutliches Gewinnplus verbucht: Der Überschuss fiel mit 2,174 Milliarden Euro rund 35 Prozent höher aus als im Vorjahr, wie das irische Unternehmen am Montag mitteilte. Wegen der Unsicherheit infolge des Iran-Krieges gab Ryanair keine Prognose für das angelaufene Geschäftsjahr ab.

"Da für das zweite Halbjahr keine Klarheit herrscht und angesichts der starken Schwankungen bei den Treibstoffpreisen sowie der Versorgungsrisiken ist es zum jetzigen Zeitpunkt viel zu früh, um eine aussagekräftige Gewinnprognose" für das Geschäftsjahr 2026/2027 abzugeben, erklärte Ryanair-Chef Michael O'Leary. "Der Konflikt im Nahen Osten hat zu wirtschaftlicher Unsicherheit geführt, und wir wissen immer noch nicht, wann die Straße von Hormus wieder geöffnet wird."

Die Meerenge zwischen dem Iran und der arabischen Halbinsel, durch die normalerweise rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssigerdgastransports verläuft, ist seit Ende Februar weitgehend für die Schifffahrt gesperrt. Die Kerosinpreise sind in der Folge stark gestiegen, unter Umständen drohen Knappheiten.

Ryanair hat nach eigenen Angaben für 2026 rund 80 Prozent seines Treibstoffbedarfs mit Hedging-Verträgen preislich abgesichert, geht aber davon aus, dass die Kerosinpreise langfristig erhöht bleiben werden. Neben Treibstoffpreisen nennt das Unternehmen Streiks und "Störungen in der europäischen Flugsicherung" als weitere Unsicherheitsfaktoren.

Für das vergangene Geschäftsjahr verzeichnet Ryanair einen Umsatzanstieg um elf Prozent auf 15,54 Milliarden Euro. Die Zahl der beförderten Passagiere stieg um vier Prozent auf 208,4 Millionen. Ryanair will bis 2034 mehr als 300 Millionen Menschen befördern.

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