Zehn Monate nach der Sabotage an zwei Kabeln in der Ostsee sind ein russischer Kapitän und sein Stellvertreter in Finnland zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Ein Gericht in Helsinki verhängte am Donnerstag gegen den Kapitän wegen schwerer Sachbeschädigung dreieinhalb Jahre Haft, das aus Aserbaidschan stammende Besatzungsmitglied soll für zwei Jahre und zehn Monate in Haft.
Der unter der Flagge des Karibikstaats Sankt Vincent und Grenadinen fahrende Frachter "Fitburg" hatte den Ermittlungen zufolge am 31. Dezember im finnischen Meerbusen seinen Anker mindestens 130 Kilometer weit über den Meeresboden schleifen lassen. Zwei Untersee-Telekommunikationskabel zwischen Finnland und Estland wurden dabei beschädigt, acht weitere sollten nach Überzeugung der Ermittler beschädigt werden.
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 sind in der Ostsee immer wieder wichtige Telekommunikations- und Stromkabel beschädigt worden. Fachleute gehen davon aus, dass es sich um sogenannte hybride Angriffe im Auftrag Russlands handelt.
Als mutmaßlicher direkter Verursacher der Kabelschäden gilt die sogenannte Schattenflotte von oft veralteten und unter fremder Flagge fahrenden Schiffen, mit denen Russland die im Zuge des Ukraine-Kriegs verhängten Handelssanktionen umgeht. Die Nato verstärkte wegen der Serie mutmaßlicher Sabotageakte in der Ostsee ihre Patrouillen.
Brennpunkte
Russischer Kapitän nach Kabel-Sabotage in der Ostsee zu Haftstrafe verurteilt
- AFP - 5. November 2026, 11:57 Uhr
Zehn Monate nach der Sabotage an zwei Kabeln in der Ostsee sind ein russischer Kapitän und sein Stellvertreter in Finnland zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.
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